JOSKA Kristall
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Die JOSKA Kristall mit Sitz in Bodenmais ist einer der führenden Hersteller von Trophäen weltweit Sie stellt Glas zum Teil selbst her, kauft aber auch Glas zu, das dann bearbeitet wird. Dabei vereint sie überlieferte Handwerkskunst und modernes Design. Herz der Firma, die 220 Mitarbeiter beschäftigt, ist die „JOSKA Kristallwelt“.
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Geschichte
1991 kam Josef Kagerbauer junior aus Duisburg in seinen Heimatort Bodenmais zurück, wohin er nie wieder hatte zurückkehren wollen und von wo er nach einer Ausbildung als Glastechniker bei „JOSKA“, dem Betrieb des Vaters, in die weite Welt aufgebrochen war. Er hatte beschlossen, sein Glück als Bodybuilder zu machen. Er machte es – wurde Deutscher Meister und Vize-Europameister, freundete sich mit Arnold Schwarzenegger und Ralf Möller an, leitete Fitness-Studios in Nordrhein-Westfalen und kehrte dann schließlich doch zurück, um in den Betrieb des Vaters, Josef Kagerbauer senior, einzusteigen. Seit 2001 ist er Geschäftsführer. Seine Kontakte und Bekanntschaften zu Sportlern und Sportfunktionären nutzte er zu einem Coup, mit dem er den Sprung auf die Weltbühne schaffte. Als sich 1987 die Allgäuer Gemeinde Oberstdorf auf die Nordische Ski-WM vorbereitete, stellte sich Kagerbauer, damals schon wieder sporadisch für die Firma seines Vaters tätig, einem Gremium von Organisatoren vor, die über die Gestaltung der Medaillen und Pokale zu befinden hatten. Die Mentalität der Funktionäre ist ja überall gleich. Jeder hat den Plan: Wir machen jetzt einmal eine ganz andere WM als alle anderen zuvor. Und so machte Kagerbauer ihnen schmackhaft, tatsächlich einmal etwas ganz anderes auszuprobieren, nämlich Siegerpokale aus Glas statt aus Metall zu vergeben. Das gab es damals noch nie, und der Pokal wurde dann in jedem Fernsehbericht gezeigt.
Pokale in aller Welt
Pokale aus Bodenmais stehen in den Regalen von Boris Becker (Steiger Award für Toleranz und Wohltätigkeit), Michael Schumacher (Sieg im Formel-1-Rennen am Nürburgring), Hermann Maier (FIS Ski-Weltcup-Sieger), Catherine Deneuve (Women‘s World Award) oder Janne Ahonen (Sieger der Vierschanzentournee). Seit Oktober 2011 ist auch eine Kopie des Pokals „Arnold’s Most Muscular Man Award“ im Arnold Schwarzenegger Museum in Thal bei Graz/Österreich.
Die Pokale haben Blattgold-Verzierungen (der Bodybuilder-Preis „Arnold’s Most Muscular Man Award“), schließen Luftblasen ein (Internationaler Circuspreis) oder Wolken aus Kobalt-Farbe (Style Award) und sind natürlich in jeder nur denkbaren Technik graviert. Der Anteil der Pokal-Sparte am Gesamtumsatz beträgt laut Kagerbauer etwa 15 bis 20 Prozent, aber hinzu kommt, dass der Glanz der Prominenten auf das andere Geschäft abstrahlt.
Literatur
- Sebastian Mense: Der Pokal-Sieger aus Bodenmais. In: Passauer Neue Presse vom 23. Juni 2008 (S. 3)
- Martin Freund: Glänzende Joskas, glänzende Augen In: Passauer Neue Presse vom 12. April 2011 (S. 13)
- Susanne Kargus: Glas-Pokal aus dem Bayerwald für Freund Arnie In: Passauer Neue Presse vom 12. Oktober 2011 (S. 9)
