Jesuitenkolleg (Passau)

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Das ehemalige Jesuitenkolleg in Passau.
Das heutige Gymnasium Leopoldinum.

Das ehemalige Jesuitenkolleg in Passau wurde am 11. Februar 1612 von Erzherzog Leopold von Österreich gestiftet und durch die von ihm nach Passau berufenen Jesuiten geführt. Das kastellartige Gebäude mit Sternwarte wurde 1613 vom Elsässer Jesuitenpater Johannes Isfording aus Molsheim erbaut.

Westlich des Jesuitenkollegs steht die ehemalige Jesuitenkirche St. Michael.

Geschichte

Das Jesuitenkolleg war zugleich Gymnasium und Diözesanhochschule, vorübergehend auch Klerikalseminar. 1662 wurde das Kolleg durch Brand beschädigt. Im Fürstenzimmer im Erdgeschoß befinden sich Stukkaturen aus der Schule von Carlone. Im Innenhof ist Fassadenmalerei im Stil der niederländischen Frührenaissance sowie eine Büste des Fürstbischofs Erzherzog Leopold von Österreich zu sehen. Bis kurz vor der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 beherrschten die Jesuiten die Geistlichenbildung im Bistum Passau.

Heutige Verwendung

Heute beherbergt das ehemalige Kolleg das Gymnasium Leopoldinum. Der angebaute Bereich der ehemaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule gehört mittlerweile zur Universität Passau und wurde 1913/14 anstelle eines Theater- und Schulgebäudes der Jesuiten errichtet. Der Barockbau gegenüber der Straße beherbergte das Seminar der Jesuiten und ist heute das Haus der Staatsbibliothek. Im ehemaligen Refektorium sind einige Handschriften ausgestellt, darunter die sogenannte „Vornbacher Bibel“ von 1421.

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