Innstadtfriedhof (Passau)
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Der Innstadtfriedhof in Passau (auch: städt. Westfriedhof) ist ein Friedhof im Stadtteil Innstadt. Er zählt laut der Passauer Neuen Presse zu den schönsten Friedhöfen Süddeutschlands. Hier befinden sich neben dem Ehrenmal der Stadt Passau und den Gräbern zahlreicher berühmter Persönlichkeiten der Stadt auch die Domherrengruft, die Richard-Baratsits-Gedächtniskapelle, die Stockbauer-Gruft und die Kriegergedenkstätte der Innstadt.
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Aufbau
Der Innstadtfriedhof besteht eigentlich aus drei einzelnen Friedhöfen: dem kirchlichen Friedhof, besser bekannt als Severinsfriedhof (um die Severinskirche), dem Hochfriedhof (am Friedhofsamt vorbei, den Berg hinauf) und dem Hauptfriedhof (in Richtung Voglau).
Der von der Stadt verwaltete Hauptfriedhof mit seinen rund 5.300 Grabstellen wiederum ist in fünf Abschnitten angelegt worden:
- Abschnitt: der Bereich der Gruftanlagen
- Abschnitt: in Richtung Osten bis Eingangsprotal
- Abschnitt: in Richtung Westen (sog. Waldfriedhof)
- Abschnitt: das westliche Ende (sog. Heldenfriedhof)
- Abschnitt: in Richtung Süden (sog. Erweiterung)
Geschichte
Der Hauptfriedhof wurde 1878 von der Stadtgemeinde Passau im Westen des Severinsfriedhofes in der Innstadt angelegt. Die Arbeiten wurden am 28. Oktober 1878 abgeschlossen, die Einweihung fand an Allerheiligen des gleichen Jahres durch Dompfarrer Otto Leiner statt. Als erstes wurde der verunglückte Otto Artner im Friedhof bestattet.
Bereits 1894/95 wurde er das erste Mal erweitert (unter anderem wurden in diesen Jahren die Arkadengräber angelegt), ein weiteres Mal im Jahr 1904. 1906 wurde er schließlich vollendet.
Persönlichkeiten (Auswahl)
Folgende Persönlichkeiten wurden auf dem Innstadtfriedhof bestattet:
- Alphons Adolph, kgl.-bayer. Hofphotograph
- Hans Berger, Bewährungshelfer
- Edith Berger-Kapfinger, Geschäftsfrau
- Joseph Bucher, Verleger und Politiker
- Johann Capellaro, Oberstudiendirektor
- Franz Xaver Beyer, Lehrer
- Emil Brichta, Oberbürgermeister
- Otto Geyer, Lehrer
- Rudolf Guby, Kunsthistoriker und Heimatforscher
- Rudolf Hellge, Arzt
- Max Knoll, Apotheker
- Walter Kreilinger, Unternehmer
- Max Matheis, Heimatschriftsteller
- Johannes Maria Mosler, Domkapellmeister
- Heinrich Pallor, Gastronom und Hotelier
- Dagmar Plenk, Bürgermeisterin
- Franz Seraph von Pichler, Dompropst
- Paul Simon, Konditormeister
- Walter Simon, Konditormeister
- Max Tremmel, Domkapellmeister
- Max Unfried, Ehrenmitglied der Arbeiterwohlfahrt
- Ludwig Zach, Begründer der Weißbierbrauerei Zach
Domherrengruft
An der Nordseite der Kirche St. Severin ist eine große Tafel zur Erinnerung an zahlreiche hier in der Domherrengruft bestattete Mitglieder des Passauer Domkapitels angebracht.
Siehe Hauptartikel: Domherrengruft (Passau)
Öffnungszeiten
- Januar & Februar: 07:00 bis 17:00 Uhr
- März: 07:00 bis 18:00 Uhr
- April: 07:00 bis 19:00 Uhr
- Mai bis August: 07:00 bis 20:00 Uhr
- September: 07:00 bis 19:00 Uhr
- Oktober: 07:00 bis 18:00 Uhr
- November & Dezember: 07:00 bis 17:00 Uhr
Weitere Bilder
Literatur
- Helmuth Rücker: Links oben: Falsche Worte am Friedhof. In: Passauer Neue Presse vom 23. Juli 2007 (S. 27)
- Susanne Wax: Wo Berühmtheiten zur Ruhe gebettet sind. Bericht auf lokalnews.de vom 10. Mai 2011
