Innstadt Brauerei Passau

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Die Brauerei vor der Kirche Mariahilf.
Brauerei-Gebäude in der Schmiedgasse.
LKW vorm Brauerei-Gebäude.
Getränke-Kästen.

Die Innstadt Brauerei Passau ist eine Passauer Brauerei und eines der führenden niederbayerischen Brauereiunternehmen. Sie geht bis auf das Jahr 1318 zurück und zählt damit zu den hundert ältesten deutschen Unternehmen überhaupt. Der Geschäftsführer der Brauerei mit ihren 58 Mitarbeitern ist Friedhelm Feldmeier.

„Andere erfolgreicher machen und dies mit eigenen Zielsetzungen verbinden“, lautet der unternehmensphilosophische Wahlspruch der Innstadt Brauerei Passau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Anfänge & Niedergang

Erste urkundliche Erwähnungen findet ein Brauhaus am Graben enhalb der Innpruck im Jahre 1318 in den Büchern des St. Johannes-Spitals. Es gilt heute als eindeutig erwiesen, dass es sich dabei um die heutige Innstadt Brauerei handelt.

In den Pfarrbüchern von St. Severin aus dem Jahre 1680 findet sich für die Gebäulichkeiten am Graben („Schaffnerhof“) unter anderem auch die Bezeichnung Preyhaus - daher auch der damals verwendete Namen Schaffnerhofbrandstatt. An dieser Stelle befindet sich bis heute die Brauereiverwaltung.

1809 wurde die Brauerei durch Kriegsunruhen sowie durch eine große Feuersbrunst im Juli zerstört.

Ganze drei Jahre später, am 13. November 1812 erwarb der Hauzenberger Brauer Lorenz Lang für 4.000 Gulden das Grundstück der Brauerei samt den Bierbraugenehmigungen. In der Folge baute er die Brauereigebäude wieder auf. 1836 übernimmt sein Vetter, der Passauer Josef Fladt den Betrieb, der mittlerweile allerdings eine Schuldenlast von über 15.000 Gulden aufwies.

Wiederaufstieg

Als am 4. April 1873 der Passauer Kaufmann Ferdinand Rosenberger und der Münchener Ingenieur Johann Carl Angermann die Brauerei erwerben, kommt damit der endgültige Aufstieg der damals noch recht kleinen Brauerei. Ein erster Schritt dazu war vor allem die am 27. Juli 1874 vollzogene Umwandlung der Brauerei in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 525.000 Mark. Der Bierabsatz damals betrug rund 10.000 hl.

Bereits ab 1876 lieferte die Innstadt Brauerei als erste Brauerei aus der Provinz helles Bier nach München. Darüberhinaus errichtete man in Berlin, Leipzig und Wien Zweigniederlassungen.

1893 führte die Innstadt Brauerei als erste der Passauer Brauereien das Flaschenbier ein. Anfänglichen Absatzschwierigkeiten zum Trotz kam das neue Produkt bald sehr gut bei den Kunden an. 1898 errichtete die Innstadt Brauerei die erste Anlage zur Gewinnung von elektrischem Strom in Passau und versorgte damit vor allem die Brauereigaststätte Innstadtkeller.

Größte Brauerei Niederbayerns

Als die Brauerei 1914 die Passauer Hellbrauerei, die Brauerei Schmerold sowie die Brauerei Hellmannsberger erwarb, konnte der Bierabsatz auf 68.000 hl gesteigert werden. Damit ist die Innstadt Brauerei die größte Brauerei Niederbayerns. Noch im gleichen Jahr begann man außerdem mit der Herstellung von Limonaden - als erste der Passauer Brauereien.

Nach dem ersten Weltkrieg begann man 1921 darüber hinaus (und wiederum als erste der vier Passauer Brauereien) mit der Weizenbiererzeugung. Im gleichen Jahr wurde auch die Brauerei Niedermayer (und damit auch der Gasthof Bayerischer Löwe) käuflich erworben.

In den Jahren 1928 bis 1930 wurde die Brauerei um eine moderne Darre erweitert sowie die gesamten Mälzerei vergrößert.

Während des Zweiten Weltkrieges jedoch hatte auch die Innstadt Brauerei mit hohem Rohstoffmangel zu kämpfen. So fehlte es vor allem an Gerste und Kohle. Außerdem wurde die Mälzerei zu einer Kartoffeltrocknerei zwangsumgewandelt. 1947 erreichte man mit einem Bierabsatz von 24.000 hl einen neuen historischen Tiefstand. Erst 1949 gelang es, den vollen Braubetrieb wieder aufzunehmen.

In der Folge des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs im Jahre 1950 stieg auch die Nachfrage nach Bier wieder und man investierte in eine Modernisierung der Brauanlagen. 1960 folgte der Neubau einer Wanderhaufenmälzerei und 1962 eines Sudhauses.

100-Jahr-Feier und Modernisierung

Zur 100-Jahr-Feier der Innstadt Brauerei Aktiengesellschaft im Jahr 1974 erreichte man mit 150 Mitarbeitern einen Bierabsatz von 100.000 hl. Im gleichen Jahr wurde auch das Rechnungswesen auf elektronische Datenverarbeitung umgestellt.

1996 wurde das operative Brauereigeschäft von der Aktiengesellschaft ausgegliedert und die Innstadt Brauerei Bierspezialitäten GmbH gegründet. Die damit einhergehenden, umfassenden Umstellungen machten die Brauerei zu einer der modernsten und gefragtesten Braustätten im ostbayerischen Raum.

Übernahme

Im Jahr 2000 wurde die österreichische Ottakringer Brauerei Hauptanteilseigner der Innstadt Brauerei AG. Trotzdem blieb die Innstadt Brauerei eigenständig und konnte sich ab 2002 sogar als die Bügel-Bier-Brauerei der Region etablieren. Seither wird alljährlich auch das Starkbierspektakel begangen.

Im Oktober 2010 wurde die geplante Kooperation der beiden Passauer Traditionsbrauereien der Innstadt und Hacklberg bekannt, die zum 1. Januar 2011 umgesetzt worden ist.[1] Die Biermarke Innstadt ist seither Bestandteil der Brauerei Hacklberg.[2] An den Eigentumsverhältnissen änderte dieser Schritt nichts: Die Innstadt Brauerei gehört als Aktiengesellschaft nach wie vor zum Mehrheitsaktionär Ottakringer Brauerei. Künftig wird aber am Standort in der Innstadt ausschließlich produziert; ab dem Zeitpunkt Vermarktung übernimmt die Brauerei Hacklberg.

Brauereidirektoren

Kuriositäten

Produktpalette

Standardsortiment

  • Original-Hell
  • Passauer Weiße (hell, dunkel, naturtrüb, hell-alkoholfrei)
  • Pilsener

Bügelsortiment

Alkoholfrei

  • Orangenlimo
  • Tafelwasser

Veranstaltungen

Kontakt

Innstadt Brauerei bei Map24
Schmiedgasse 23
94032 Passau

Innstadt Brauerei Bierspezialitäten GmbH
Schmiedgasse 23
94034 Passau

Telefon: 0851/389-0
Fax: 0851/389-55

E-Mail: info@innstadt.de
Internet: http://www.innstadt.de


Haltestelle Nächste Bushaltestelle: Schmiedgasse

Einzelnachweise

  1. Artikel auf lokalnews.de: „Eine Kooperation, um zu überleben?“
  2. Artikel auf wochenblatt.de: „Hacklberger übernimmt die Marke Innstadt“

Literatur

Weblinks

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