Innstadt
Aus RegioWiki
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| Basisdaten | |
| Wohnsitze: | 6.081 |
| Hauptwohnsitze: | 4.861 |
| Nebenwohnsitze: | 1.220 |
Die Innstadt ist ein Stadtteil und Ortsteil von Passau. Nach Norden hin wird sie als Stadtteil von ihrem Namensgeber, dem Inn, begrenzt, in die anderen Richtungen von der Stadtgrenze.
Als einziger Stadtteil Passaus liegt die Innstadt rechts des Inns, der ansonsten die Grenze zu Österreich darstellt. Mit den anderen Stadtteilen ist sie über die Marienbrücke, den Innsteg und die Kaiserin-Elisabeth-Brücke verbunden. Es gibt außerdem noch die für den Schienenverkehr gebaute, aber schon seit längerem aufgelassene Kräutlsteinbrücke.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Der ursprüngliche Siedlungskern wurde um das Jahr 270 n. Chr. von den Römern errichtet. Sie bauten das Kastell Boiotro in den Bereich der heutigen Lederergasse. Das Kastell wurde erst beim Ausheben zum Bau eines Kindergartens in den Jahren 1974/75 wiederentdeckt.
Ab 450 n. Chr. wirkte der heilige Severin in der Innstadt. Er gründete in der Umgebung des Kastells eines der ersten Klöster in Bayern. Seit dem Mittelalter ist hier die spätantike Urkirche dem heiligen Severin geweiht. Als Severinskirche ist sie bis heute die Friedhofskirche für die Innstadt und für das frühere Beiderwies. Sowohl der Friedhof als auch die Kirche selbst zählen zu den ältesten kontinuierlich erhaltenen Begräbnis- und Kultorten des deutschen Kulturraumes.
Die Geschichte der Innstadt als Passauer Vorstadtsiedlung begann schließlich 1143. Als Reaktion auf die in Folge der Kreuzzüge stark zunehmenden Pilgerströme längs der Donau ordnete Bischof Reginbert den Bau einer ersten Innbrücke an. An deren südlichem Brückenkopf entstand schon wenig später ein Pilgerhospiz.
Um 1160 wird in der Rosenau die ehemalige Pfarrkirche St. Egid mit einem Leprosenhaus gegründet. Dieses Leprosenhaus mit angeschlossenem Spital war eine der ältesten sozialen Einrichtungen der Stadt.
Mit dem Bau der Brücke nahm dann allmählich auch der Verkehr zu und mit ihm wuchs die Siedlung, die noch lange nur als „dorff enthalben der Innbruck“ bekannt war. Nach und nach wurden unliebsame (weil mit Lärm, Gestank und Brandgefahr verbundene) Betriebe bzw. Risikoberufe aus der Altstadt hierher verlagert. So siedelten sich Schmiede, Lederer und Rotgerber in dem Gebiet der heutigen Schmiedgasse, der Lederergasse und der Löwengrube an. Spätestens im 15. Jahrhundert war die Innstadt damit zu einem blühenden Gewerbezentrum geworden.
Im Jahr 1301 wurde die Spitalkirche St. Gertraud am heutigen Kirchenplatz gebaut. Die Befestigungsanlagen, zu denen auch das Severinstor oder der Peichterturm gehörten, wurden 1408 bis 1414 errichtet. Im Schutz dieser Ringmauer entfalteten sich hier in der Folgezeit die verschiedensten Gewerbe zu schönster Blüte.
1610 wurde das Kapuzinerkloster und in den Jahren 1624 bis 1627 die Wallfahrtskirche Mariahilf errichtet. Letzteres ist bis heute ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen.
Am 27. April 1662 wurde ein großer Teil der Gebäude durch ein Feuer vernichtet. Sowohl Mariahilf als auch St. Gertraud konnten nicht vor den Flammen geschützt werden. Die heutige Prägung erhielt die Innstadt aber erst nach einem weiteren Großbrand im Jahre 1809, der wahrscheinlich von französischen Besatzungssoldaten gelegt worden ist.
Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
Gliederung
Ortsteile
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Ortsmitte
Die Ortsmitte der Innstadt liegt zwischen dem früheren Beiderwies und der Rosenau. Als Ortsteil wird sie im Norden durch den Inn, im Osten durch den Mühltalbach, im Süden durch den Mariahilfberg und im Westen durch den Beiderwiesbach begrenzt.
Straßen
Veranstaltungen
Galerie
Innstadt von der Marienbrücke aus |
Vom Fünferlsteg aus Richtung Severinstor |
Frontansicht von Mariahilf |
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Der Innstadtfriedhof in Richtung Altstadt |
Das Severinstor in Richtung Westen |
Teil der alten Befestigung |
Literatur
- Passauer Stadtfuchs: Mönche, Gäste & Gemetzel. In: pasta! vom Dezember/Januar 2007/2008 (S. 10)
- PNP: „Innstadt: Beliebt und belastet“ In: Passauer Neue Presse vom 11. August 2010 (S. 20)
