Heinrich Schmidt

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Heinrich Schmidt. (Foto: privat)

Dipl.-Ing. (FH) Heinrich Schmidt (* 16. Oktober 1947) ist ein Politiker der Freien Wähler. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Naturschutzbereich ist er hauptberuflich Forstlicher Berater der Waldbesitzervereinigungen von Viechtach und Regen als Forstrat der Bayerischen Forstverwaltung. Schmidt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Beruflicher Werdegang

Nach der Mittleren Reife im Jahr 1965 begann Heinrich Schmidt seine Ausbildung für den gehobenen technischen Forstdienst und erwarb sein Vordiplom. Von 1968 bis 1970 leistete Schmidt seinen Wehrdienst beim Bundesgrenzschutz. Danach setzte er das Studium der Forstwirtschaft fort und beendete es 1972 mit dem Staatsexamen als Diplomingenieur (FH).

Nach seinem Studium arbeitete Heinrich Schmidt zunächst ein Jahr bei der Waldfunktionsplanung der Bayerischen Staatsforstverwaltung in den Landkreisen Cham (Oberpfalz), Regen und Freyung-Grafenau, ehe ihm 1973 die Leitung des Forstreviers Viechtach übertragen wurde, die er bis 2005 ausübte. Seitdem ist Schmidt Forstlicher Berater der Waldbesitzervereinigungen von Viechtach und Regen sowie Ansprechpartner für Energie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen.

Politischer Werdegang

Im Jahr 1989 trat Schmidt den Freien Wählern bei. 1996 wurde er sowohl in den Viechtacher Stadtrat als auch zum 2. Bürgermeister gewählt. Seitdem ist er auch Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen im Kreistag. Seit 2002 ist Schmidt außerdem weiterer stellvertretender Landrat des Landkreises Regen.

Stadtrat war Heinrich Schmidt von 1996 bis 2008, davon sechs Jahre als Zweiter Bürgermeister. Von 2002 bis 2008 war er außerdem Umweltbeauftragter von Viechtach. Seit 2008 ist er Mitglied im Beirat für politische Bildung in Tutzing.

Für die Freien Wähler übte Schmidt von 1997 bis 2011 das Amt des Kreisvorsitzenden im Landkreis Regen aus, seit 2005 ist er Mitglied im Landesvorstand der Freien Wähler und seit 2010 deren Bezirksvorsitzender in Niederbayern. 2011 kandidiert Heinrich Schmidt, der bisherige weitere Landratstellvertreter, als Nachfolger für den verstorbenen Landrat Heinz Wölfl. Im Rahmen des Wahlkampfes organisierte der Bayerwald Bote im Oktober 2011 einen Kandidaten-Chat.[1] Hierbei stand Heinrich Schmidt den Wählen der Region Rede und Antwort. Sein politischer Schwerpunkt richtet sich auf die Energiewirtschaft, gleichzeitig möchte er mittelständische Unternehmen fördern, Verkehrswerge ausbauen und private Bauten an Ortsrändern erleichtern. Bei der Landratswahl am 13.11.2011 erreichte der Kandidat 8,17%. [2]

Ehrenamtliches Engagement

Förster Heinrich Schmidt im Naturschutzgebiet am Großen Pfahl bei Viechtach. (Foto: Fuchs)

Heinrich Schmidt ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im Forstbereich auch in seiner Freizeit ein engagierter Naturschützer. Gemeinnützige Arbeit leistet er als erster Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald (seit 2005) und als Leiter der Umweltstation Viechtach. Schmidt ist zudem seit 2005 Mitglied im kommunalen Nationalparkausschuss und zugleich im Hauptausschuss des Bayerischen Waldvereins sowie seit 2010 dritter Vorsitzender des Naturparkverbandes Bayern. Von 1987 bis 1999 war er Geschäftsführer des Arbeits- und Gebietsausschusses Altlandkreis Viechtach im Naturpark Bayerischer Wald.

Weitere ehrenamtliche Arbeit leistete Schmidt von 1982 bis 2007 als Mitglied des Prüfungsausschusses für die Jägerprüfung in Niederbayern und 24 Jahre als Leiter der Hegegemeinschaft Drachselried sowie als Vorstandsmitglied im Dorferneuerungsausschuss Pirka von 1989 bis 2009.

Heinrich Schmidt engagierte sich außerdem ehrenamtlich als Projektleiter bei mehreren größeren Vorhaben. Auf seine Initiative hin entstand am Großen Pfahl ein Biotopverbund von über 50 Hektar. Mit der Umsetzung eines Pflege- und Entwicklungsplans seit 1990 trug er maßgeblich dazu bei, dass der Große Pfahl als erstes Geotop in die Auszeichnungsreihe „Bayerns schönste Geotope“ aufgenommen wurde. Auch das Pfahlmuseum im Alten Rathaus in Viechtach wurde unter seiner Leitung eingerichtet. Der Kauf des Naturschutzgebiets Bachlerner Moos durch den Landkreis Regen wurde ebenfalls von Schmidt initiiert und koordiniert, wie auch die 7,3 Millionen Euro teure Sanierung des Grenzbahnhofs in Bayerisch Eisenstein sowie dessen Aus- und Umbau zur Umweltbildungseinrichtung.

Schmidt ist Mitglied in den freiwilligen Feuerwehren Pirka und Blossersberg, im Landesbund für Vogelschutz, sowie in seinem Heimatort Viechtach im Schützenverein, im Gartenbauverein, im Handwerkerverein, im Kulturverein, im Bauernmarktverein, im Kreis-Caritasverband, in der Stadtkapelle, und in der örtlichen Kreisgruppe des Jagdverbands Bayern.

Auszeichnungen

Heinrich Schmidts langjähriges Engagement für die Natur und den Naturschutz wurde 1992 mit dem Umweltpreis des Landkreises Regen geehrt. Im Jahr 2002 erhielt er dafür auch eine Auszeichnung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Einzelnachweise

  1. Regen: Heinrich Schmidt (FWG) im Kandidaten-Chat zur Landratswahl auf pnp.de Passauer Neue Presse am 20.Oktober 2011
  2. Landratswahl in Regen: Der Jubel der Genossen - Video und Fotos auf pnp.de Passauer Neue Presse am 14.November 2011

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