Hans Steindl
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Hans Steindl (* 2. September 1949) ist 1. Bürgermeister von Burghausen.
Leben und Wirken
Am 2. September 1949 wurde Hans Steindl geboren und ist der lang ersehnte Stammhalter seiner Eltern Hans und Luise Steindl.
Als Jugendlicher war er ein Anführer der Altstadtler, wenn sie sich Schlachten mit den Neustadtlern im Herzogsbad lieferten. Einer seiner Gegner damals war übrigens Hans Brehm. Zimperlich ging es dabei nicht immer zu. Steindl erinnert sich, dass einmal sogar die Polizei einschreiten musste.
Als Teil der 68er-Bewegung hat er bei Demonstrationen gegen Nachrüstung und Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf mitgemacht, hat das Jugendzentrum mitgegründet und hat auch als Lehrer die unbequeme Variante gewählt: Geprägt vom damaligen Zeitgeist, begehrte er auf gegen den Wunsch der Älteren, das Nazireich und die Verbrechen dieser Zeit auszublenden und zur Tagesordnung überzugehen. Bei den Schülern stand er in hohem Ansehen, bei der staatlichen Kultusbürokratie weniger. Wegen seiner Teilnahme an Demonstrationen wurde auf ihn der so genannte Radikalenerlass angewandt. Steindl musste ein Jahr länger warten, bis er Beamter werden durfte.
Ganze 22 Jahre war Hans Steindl alt, als er in den Stadtrat gewählt wurde. Dass er in die SPD eingetreten war, lag an einem Mann, den Steindl damals gerade wegen seiner Regierungserklärung als Bundeskanzler schätzte. Als Willy Brandt ankündigte „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ waren junge Leute wie Steindl von dieser Aufbruchstimmung begeistert. In seinem Arbeitszimmer im Rathaus hängt noch heute ein Bild seines politischen Vorbilds.
Eines ist Hans Steindl Herzensangelegenheit - der Fußball. Steindl spielte in seiner Jugend selbst, unterrichtete neben Sozialkunde und Geschichte das Fach Sport am Aventinus-Gymnasium.
Literatur
- Rainer Wetzl: Der Rebell ist zum Taktgeber geworden. In: Passauer Neue Presse vom 2. September 2009 (S. 29)
