Hals
Aus RegioWiki
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| Basisdaten | |
| Wohnsitze: | 1.695 |
| Hauptwohnsitze: | 1.491 |
| Nebenwohnsitze: | 204 |
Hals ist ein Stadtteil und Ortsteil von Passau. Der Stadtteil umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hals und erstreckt sich damit vom nordöstlichen Teil der Ries bis hin zum Sieglberg. Hals wird im Westen durch die Kreisstraße PAs 1 und den Rennweg vom Stadtteil Hacklberg und im Süden durch den Rennweg und den Pandurenweg vom Stadtteil Altstadt getrennt. Die Grenze im Osten zum Stadtteil Grubweg verläuft auf zwei Abschnitten in der Ilz und dazwischen teilweise über Grünland um die Grundstücke am Ostufer mit einzuschließen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Um die heutige Burgruine Hals an der schmalsten Stelle der Ilz entstand eine mittelalterliche Siedlung. Die Burg war der Sitz der Herren von Hals, die 1280 in den Grafenstand erhoben wurden. 1376 verlieh Kaiser Karl IV. der Ortschaft das Stadtrecht und ein Jahr später auch das Münzrecht, welches bis in das Jahr 1497 aufrecht blieb.
Aufgrund des späteren Niedergangs der Grafschaft kam es jedoch nie zur tatsächlichen Ausübung des Stadtrechts. 1517 fiel die Grafschaft an Bayern, die Burg wurde Sitz eines Pflegers. 1587 erhob Herzog Wilhelm V. von Bayern die Ortschaft wieder zum Markt. Bei den beengten Verhältnissen konnte sich der Marktflecken nicht ausdehnen, andererseits gelang es den Bischöfen von Passau nie, die Enklave innerhalb des fürstbischöflichen Territoriums dem Hochstift Passau einzugliedern. 1803 wurde das Gebiet Teil des königlichen Landgerichts Passau. 1810 verwüstete, wie mehrmals zuvor, ein Brand den Ort. Die meisten heute noch erhaltenen Häuser des Ortskerns einschließlich der Pfarrkirche entstanden kurz danach.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hals war bereits seit dem Mittelalter die Flößerei. Oberhalb von Hals wurde eine mächtige Triftsperre angelegt und das Triftwasser durch einen heute noch vorhandenen, 1827 bis 1831 erbauten 115 m langen Triftsperr-Tunnel geleitet. In Hals waren ausgedehnte Lagerplätze und später das Holzhandels-Großunternehmen Salomon Forchheimer, dessen Sägewerk in Saisonzeiten Hunderte von Arbeitskräften beschäftigte. Es musste 1926 wegen eines fehlenden Bahnanschlusses aufgegeben werden.
Der Passauer Fotograf Ducrue erbaute am Sieglberg 1890 die Kur- und Wasserheilanstalt Bavaria-Bad. Aus Hals wurde vorübergehend Bad Hals. Unter dem nachfolgenden Besitzer Dr. Mayerhausen wurde die Badeanstalt noch ausgebaut. Es kamen die gesamte Hydrotherapie sowie die Elektrotherapie zur Anwendung. Während des Ersten Weltkrieges löste sich der vielversprechende Kurbetrieb auf.
Seit 1920 staut das Wehr eines Elektrizitätswerkes das Wasser der Ilz am Halser Stausee. Ein Kanal, der durch den Ort führt, trennt den Uferbereich der Ilz ab.
Am 9. August 1922 wurde die Gemeinde Ries in die Marktgemeinde Hals eingemeindet. Allerdings war dem keine Volksabstimmung oder Gemeinderatsbeschluss vorausgegangen, die Eingemeindung erfolgte auf Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes vom 21. Oktober 1921. Im Zuge der Gebietsreform von 1972 wurde die ehemalige Marktgemeinde Hals ein Ortsteil der Dreiflüssestadt Passau.
Politik
Hals war bis zur Gebietsreform von 1972 eine selbstständige Gemeinde. Bis zur Eingemeindung nach Passau hatte sie somit einen eigenen Gemeinderat sowie einen eigenen Bürgermeister (siehe: Bürgermeister von Hals).
Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
Gliederung
Ortsteile
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Ortsteil Hals
Der Ortsteil Hals liegt an der Ilz zwischen den Ortsteilen Bschütt (zur Altstadt gehörend) und Reuth.
Straßen
Bildung und Erziehung
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Passau-Hals
- Halser Gmoa
- Halser Hexen
- Halser Musikanten
- Soldaten- und Kriegerverein Hals
- Trachtenkapelle Hals
- Burgschützen von 1880 Hals
Literatur
- PNP: Hals - der Urlaubsort der Stadt, In: Passauer Neue Presse vom 10. August 2010 (S. 20)
