Hacklberg
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| Basisdaten | |
| Wohnsitze: | 6.236 |
| Hauptwohnsitze: | 5.553 |
| Nebenwohnsitze: | 683 |
Hacklberg ist ein Stadtteil und Ortsteil von Passau. Der Stadtteil umfasst das nördlich der Donau liegende Stadtgebiet, von Patriching und Ries im Norden, sowie das im Westen liegende Schalding links der Donau über Maierhof bis hin zum eigentlichen Ortsteil Hacklberg an der Donau. Hacklberg wird im Süden durch die Donau von den Stadtteilen Heining und Haidenhof Nord, im Osten durch den Bergfriedbach vom Stadtteil Altstadt und durch die Kreisstraße PAs 1 vom Stadtteil Hals getrennt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
In fürstbischöflicher Zeit
1307 entstand ein kleiner bischöflicher Lehenshof am nördlichen Donauufer, der 1358 bereits zwei Türme besaß und Austragungsort eines Ritterturnieres war. Fürstbischof Georg Graf von Hohenlohe erbaute 1410 ein Sommerschloss, das Wolfgang Graf von Salm 1544 erweitern ließ. 1675 verlegte Sebastian Johann Graf von Pötting das fürstbischöfliche Bräuhaus an diesen Ort, daraus entstand die heutige Brauerei Hacklberg. Ab 1650 wurde das Schloss weiter ausgebaut, doch blieb nach der Säkularisation nur ein Teil erhalten. Mit Schloss Eggendobl und Schloss Freudenhain entstanden weitere bischöfliche Schlösser auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils. Zu dem Amt Hacklberg des Hochstifts Passau gehörten gegen Ende des 18. Jahrhunderts 14 Dörfer, 40 Weiler und 45 Einöden.
Die Gemeinde Hacklberg
Nach der Säkularisation wurde 1818 aus insgesamt 44 Ortschaften die politische Gemeinde Hacklberg gebildet. Auch die Veste Oberhaus und die Veste Niederhaus kamen damals zu Hacklberg. Die Freiwillige Feuerwehr Hacklberg wurde am 23. September 1883 gegründet, der heutige Obst- und Gartenbauverein e.V. Hacklberg geht in seinen Anfängen auf das Jahr 1903 zurück. 1922 wurde die Gemeinde um einige Teile der ursprünglich selbständigen Gemeinde Ries erweitert, deren größter Teil an die Gemeinde Hals fiel. Der Sportverein der Gemeinde, die SpVgg Hacklberg, besteht seit 1925.
Bereits am 1. April 1939 wurde der östlichste Teil der Gemeinde mit der Veste Oberhaus und der Veste Niederhaus und dem Weiler Bschütt in die Stadt Passau (dort in den Stadtteil Altstadt) eingegliedert.
1961 war die Einwohnerzahl auf über 4.000 gestiegen. Im Gemeindegebiet gab es vier Schulhäuser: die Knabenschule Eggendobl, die Mädchenschule Freudenhain, die vierklassige Schule Dietzing-St. Korona und die nur zweiklassige Schule Wörth. Am Freitag, den 18. Oktober 1963, wurde die neue Katholische Volksschule Hacklberg eröffnet.
Von 1963 bis 1965 erbaute Architekt Siegfried Östreicher die Kirche St. Konrad, und 1965 errichtete der Passauer Bischof Simon Konrad Landersdorfer die Pfarrei Hacklberg. Wegen der seit jeher engen Beziehungen zwischen Passau und Hacklberg gab es verhältnismäßig wenig Widerstand gegen die Eingemeindung im Zuge der Gebietsreform. Am 29. Dezember 1971 stimmte der Gemeinderat einstimmig der freiwilligen Eingemeindung zu.
Der mit der Eingemeindung nach Passau neu entstandene Stadtteil Hacklberg umfasst neben dem Gebiet der früheren Gemeinde auch das Pfarrdorf Schalding links der Donau und den Weiler Minihof (früher Mimming), die bis 1972 zur damaligen Gemeinde Kirchberg vorm Wald gehörten. Die Gemeinde Kirchberg wurde aufgelöst, und der übrige (größere) Teil wurde in die Gemeinde Tiefenbach eingemeindet.
Bis zur Eingemeindung nach Passau hatte die Gemeinde Hacklberg einen eigenen Gemeinderat sowie einen eigenen Bürgermeister (siehe: Bürgermeister von Hacklberg).
Gliederung
Ortsteile
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Straßen
Der Ortsteil Hacklberg Ortsmitte
Das eigentliche Hacklberg, das mit dem Stadtteil Hacklberg nicht verwechselt werden darf, liegt an der Donau südlich der Ries. Es wird im Süden durch die Donau, im Westen durch den Neumüllerbach, im Norden durch die Gertraudstraße und im Osten durch den Alten Stadtpark begrenzt.
Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
Bildung und Erziehung
- Grundschule Passau-Hacklberg
- Auersperg-Gymnasium Freudenhain
- Kindergarten St. Konrad
- Kinderhort Hacklberg
Veranstaltungen
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Passau-Hacklberg
- Spielvereinigung Hacklberg
- Obst- und Gartenbauverein Hacklberg
- AWO-Ortsverein Passau-Hacklberg
- Hacklberger Schützen von 1919
- Krankenunterstützungs-Verein Hacklberg
- Soldaten- und Kriegerverein Hacklberg
- CSU Passau-Hacklberg
- SPD Passau-Hacklberg
Literatur
- Franz Mader: Die Geschichte der Eingemeindungen nach Passau, Der Passauer Wolf – Schriftenreihe des Stadtarchivs Passau, 1997, ISBN 3-929350-29-7
