Gregorius

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Gregorius, teils auch Gregorius von Armenien, (* in Armenien; † 23. September 1093 in Passau) war ein armenischer Erzbischof.

Leben und Wirken

Im Zuge der Renovierung des Klosters Niedernburg von 1978 bis 1980 wurden dort auch archäologische Ausgrabungsarbeiten durchgeführt, um mehr über Passau zur Zeit der Römer zu erfahren. Dabei wurde unter dem Mittelschiff der Klosterkirche ein gemauertes Grab entdeckt, das die Gebeine eines etwa 45 Jahre alten Mannes enthielt. Die beigelegten Bleitafeln waren nur schwer zu entziffern, doch konnte man mithilfe überlieferter Quellen sicher feststellen, dass es sich um Gregorius, Erzbischof in Armenien, handelte.

Gregorius war Lehrer des in St. Englmar ermordeten Einsiedlers Englmar. Wann er nach Passau kam, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Auch ist es sehr schwierig, sein Leben zu rekonstruieren. Er wurde wohl in einer armenischen Gemeinde geboren, erhielt die Priesterweihe und kam über Ungarn schließlich nach Passau, wo er ein ärmliches Leben führte. Man darf mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass er am 23. September 1093 verstarb. Aus Quellen lässt sich entnehmen, dass Gregorius an einem 23. September gestorben ist, an dem eine Sonnenfinsternis stattfand. Dies lässt auf das Jahr 1093 als Todesjahr schließen.

Eine mögliche Theorie zu seinem Aufenthalt in Passau ist, dass Bischof Altmann ihn in die Dreiflüssestadt kommen ließ. Vielleicht war Gregorius als geistlicher Betreuer in Niedernburg tätig.

Am 23. Januar 1982 wurden die Gebeine des Bischof Gregorius in Niedernburg nach armenischem Ritus wiederbestattet und das renovierte Grab im Mittelschiff der Kirche mit einer neuen Deckplatte versehen. Das Pektoralkreuz des Gregorius ist bis heute im RömerMuseum Kastell Boiotro ausgestellt.

Literatur

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