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Freunde der Nibelungenstadt Passau

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Abbildung eines Teils des Nibelungenlieds

Die Freunde der Nibelungenstadt Passau e.V. sind ein 2011 gegründeter Passauer Verein. Eine zentrale Rolle in seiner Arbeit spielt das Nibelungenlied. Die Ziele des Vereins gehen aber weit über die bloße Beschäftigung mit dem weltberühmten Heldenepos hinaus. Eines seiner Anliegen ist es vor allem, die Tatsache bekannt zu machen, dass der Text in Passau entstanden ist und damit zu zeigen, dass Passau einst ein bedeutendes literarisches Zentrum war, in dem Außergewöhnliches geleistet wurde.

Geschichte

Die Freunde der Nibelungenstadt Passau wurden am 27. Oktober 2011 im Ratskeller gegründet. Nach der Verabschiedung der Satzung stand die Wahl des Vorstandes auf dem Programm: Prof. Dr. Theodor Nolte, Inhaber der Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft der Universität Passau, wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, Diözesanarchivar Dr. Herbert Wurster fungiert als sein Stellvertreter. Damit konnten zwei Männer für die Vereinsspitze gewonnen werden, die als fachkundige Experten sowohl für das Nibelungenlied an sich als auch für seine Passau-Bezüge gelten. Auch alle anderen Ämter wurden von Personen übernommen, die kulturell und politisch interessierten Passauern bestens bekannt sind und sich durch ihr vielfältiges Engagement für ihre jeweiligen Aufgaben qualifiziert haben.

Schon mit der Gründungsversammlung setzte der Verein ein Zeichen und machte deutlich, dass es ihm auf eine wissenschaftlich fundierte, reflektierte und kritische Beschäftigung mit dem Nibelungenlied ankommt. Professor Nolte ging in einem ebenso komplexen wie umfassenden Vortrag auf aktuelle Forschungsbefunde ein, die für eine Entstehung des Liedes in Passau sprechen und lieferte Details zum mittelalterlichen Literaturbetrieb: „Eine Entstehung des Werkes am Hof eines kleineren Landadeligen ist schon deshalb undenkbar, weil enorme personelle und infrastrukturelle Ressourcen nötig waren, um ein literarisches Großprojekt wie das Nibelungenlied umzusetzen. Am Hof von Bischof Wolfger von Erla dagegen waren die Voraussetzungen dafür gegeben.“

Zahlreiche Passauer und Ehrengäste aus Kultur, Kirche und Politik nutzten im Anschluss die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch, viele traten dem Verein bei.

Auf Initiative der Freunde der Nibelungenstadt Passau hängt seit September 2013 eine Gedenktafel für das vermutlich in Passau verfasste Nibelungenlied an der Außenfassade des Landgerichts in der Zengergasse. Mit der Anbringung der Gedenktafel ging ein Wunsch von Stadtrat und Vereinsmotor Alois Feuerer in Erfüllung, der diesen Standort angeregt hatte. Auf seine Initiative hin hängt seit Juli 2011 bereits eine erste Gedenktafel an der Fassade des Landratsamts.

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