Ergoldsbach

Aus RegioWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Ergoldsbach
Das Wappen von Ergoldsbach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 416 m
Fläche: 57,06 km²
Einwohner: 7.484 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 84061
Vorwahl: 08771
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.ergoldsbach.de
Erster Bürgermeister: Ludwig Robold (FW)
Blick auf Ergoldsbach vom Kapellenberg aus, links die Pfarrkirche St. Peter und Paul
Das Kriegerdenkmal am Kirchplatz
Schloss Jellenkofen
Die Bergkapelle Unsere liebe Frau von Lourdes

Ergoldsbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Landshut und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ergoldsbach.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Ergoldsbach liegt am Ergoldsbacher Bach im nördlichen Teil des Landkreises Landshut im Donau-Isar-Hügelland an der Bundesstraße 15 und der Bahnstrecke München-Regensburg.

Ortsteile

Ortsteile sind Dürrenhettenbach, Einkreut, Ergoldsbach, Frauenwies, Gnarn, Haselwies, Iffelkofen, Jellenkofen, Kienoden, Kläham, Kühhol, Langenhettenbach, Leonhardshaun, Lernbeutel, Martinshaun, Oberdörnbach, Osterhaun, Paindlkofen, Pechler, Pfellnkofen, Poschenhof, Prinkofen, Reicherstetten, Roseneck, SalzburgSiegensdorf, Stetten, Stocka, Unterdörnbach, Waldhaus, Wölflkofen, Zieglhub.

Geschichte

Ergoldsbach wird erstmals 822 urkundlich erwähnt, Funde bezeugen eine Besiedlung des Ortsbereiches schon zur Jungsteizeit. Der Name des Marktes Ergoldsbach lässt sich ableiten aus dem germanischen Personennamen Herigolt. 1160 bis 1449 treten die Edlen von Ergoldsbach als Vermittler, Richter und Zeugen auf. Bis 1223 gehörte Ergoldsbach zum Grafschaftsgericht Kirchberg. Nach dem Aussterben des Kirchberger Geschlechts fiel der Ort in den Besitz der Wittelsbacher. Die Hofmark Ergoldsbach verkauften die niederbayerischen Herzöge Otto, Ludwig und Stephan 1295 an den Bischof von Regensburg, die Herzöge erwarben sie aber 1386 mit dem Pflegegericht Teisbach wieder zurück.

Im Jahre 1403 verlieh Herzog Heinrich der Reiche Ergoldsbach das Marktrecht. Ein urkundlicher Beleg ist jedoch nicht überliefert. Am 10. Juni 1606 und am 23. Juli 1726 zerstörten Brände den größten Teil des Marktes. Dem Brand von 1726 fiel auch die alte Pfarrkirche St. Peter und Paul zum Opfer. Nach einem weiteren Großbrand 1792 verlor der Markt vollends sein historisches Bild.

1836 wurde das Rathaus auf dem ehemaligen Ammerhof erbaut. 1840 besaßen drei Bierbrauer und ein Wirt den größten Grundbesitz. Es lebten in diesem Jahr der Volkszählung zahlreiche Handwerker in Ergoldsbach, besonders Maurer und Zimmerleute. Die früher selbstständige Gemeinde Prinkofen dagegen bestand überwiegend aus kleineren Bauern und nur wenigen Handwerkern.

Die Eröffnung der Bahnlinie Landshut-Straubing im Jahr 1859 brachte einen starken Anstieg der Einwohnerschaft mit sich. 1860 wurden die Dachziegelwerke Ergoldsbach gegründet, die lange Zeit der größte örtliche Betrieb waren und hundert Jahre später abbrannten. Ein Großteil der ERLUS AG ist heute im Nachbarort Neufahrn in Niederbayern.

1866 wurde das Armenhaus zum Krankenhaus umfunktioniert, 1895 erfolgte der Bau der Lourdes-Kapelle auf dem Kapellberg. 1913 konnte das neue Krankenhaus eröffnet werden, 1954 erhielt Ergoldsbach ein neues Rathaus.

Ergoldsbach besaß bis zur Erbauung der neuen Grund- und Hauptschule in den Jahren 1967 bis 1969 eine Mädchen- und Knabenschule. In der Mädchenschule unterrichteten Schwestern des Ordens der Armen Schulschwestern. Die evangelische Kirchengemeinde erbaute sich in Ergoldsbach 1970 ihre Versöhnungskirche.

Die Gebietsreform brachte für den Markt Ergoldsbach eine wesentliche Vergrößerung. Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Prinkofen und Langenhettenbach eingegliedert, am 1. Januar 1977 Paindlkofen und am schließlich 1. Januar 1978 Kläham sowie Martinshaun. Damit war ein Bevölkerungsanstieg von 3549 Einwohnern auf 5900 Einwohner verbunden.

Das Krankenhaus wurde 1977 dem Bayerischen Roten Kreuz zum Umbau in ein Alten- und Pflegeheim übergeben. Am 1. Mai 1978 erfolgte die Bildung der Verwaltungsgemeinschaft Ergoldsbach aus dem Markt Ergoldsbach und der Gemeinde Bayerbach bei Ergoldsbach.

Wichtige Baumaßnahmen waren seither 1987/88 der Neubau der Goldbachhalle (Sport- und Mehrzweckhalle), 2000 die Einweihung des Faschingsjahrmarktbrunnens vor dem Rathaus und 2004 der Neubau des BRK-Seniorenheimes Ergoldsbach.

Gemeindewappen

Das seit 1526 in Abdruck als Siegel bekannte Wappen zeigt unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Rot einen silbernen Schrägwellenbalken. Der Schrägwellenbalken ist ein für den Ortsnamen redendes heraldisches Bild. Das Rautenschildhaupt verweist auf die enge Verbindung zu den wittelsbachischen Herzögen seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert.

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Ergoldsbach hat 20 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

Sehenswürdigkeiten

Einrichtungen

Bildung und Erziehung

Vereine

Literatur

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

AdlkofenAhamAltdorfAltfraunhofenBaierbachBayerbach bei ErgoldsbachBodenkirchenBruckbergBuch am ErlbachEchingErgoldingErgoldsbachEssenbachFurthGeisenhausenGerzenHohenthannKröningKumhausenNeufahrn in NiederbayernNeufraunhofenNiederaichbachObersüßbachPfeffenhausenPostauRottenburg an der LaaberSchalkhamTiefenbachVeldenVilsbiburgVilsheimWeihmichlWengWörth an der IsarWurmsham

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Wörterbuch
Regionalportale
Werkzeuge