Eichendorf
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| Eichendorf
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Dingolfing-Landau |
| Höhe: | 355 m |
| Fläche: | 98,19 km² |
| Einwohner: | 6.434 (30. Juni 2011) |
| Postleitzahl: | 94428 |
| Vorwahl: | 09952/09956/08547 |
| Kfz-Kennzeichen: | DGF |
| Website: | www.markt-eichendorf.de |
| Erster Bürgermeister: | Max Schadenfroh (CSU) |
Eichendorf ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Eichendorf liegt im Herzen Niederbayerns im Vilstal. Der Markt ist heute noch sehr ländlich geprägt und dient den umliegenden Ortschaften als Verwaltungs- und Versorgungszentrum.
Ortsteile
Eichendorf hat 121 Ortsteile: Abwandten, Adldorf, Anglöd, Antonsruh, Asbach, Attenkaisen, Aufhausen, Badersdorf, Berg, Birnbaum, Brunnberg, Büchsenholz, Burg, Burgstall, Dornach, Ecklreit, Edengrub, Eggendorf, Eichenberg, Eichendorf, Eichet, Einstorf, Enzerweis, Exing, Feldöd, Feuereck, Frauenholz, Gablöd, Ganackersberg, Gneidingerhart, Granitz, Greinöd, Grimöd, Grub, Gschaid, Haag, Habersbrunn, Haid, Halmbrunn, Hart, Hartkirchen, Haufenöd, Heimhart, Hellenhart, Hellenhub, Hiemling, Hintergrub, Hochwimm, Höfen, Holzmann, Holzwagen, Hörmannsdorf, Hötzenhub, Huberöd, Hütt, Indersbach, Jahrstorf, Jetzeneck, Kanzlöd, Kellerhäuser, Knottenöd, Kraglöd, Kröhstorf, Kuföd, Kuglöd, Lappersdorf, Lindert, Madl, Mildenberg, Muggenthal, Neuölling, Nißlöd, Oberklingenbach, Obermadl, Ölling, Paßhausen, Perbing, Perlöd, Petzenbach, Pitzling, Pöcking, Pollnöd, Prunn, Rannersdorf, Rannersberg, Reichstorf, Reisach, Reith, Rengersdorf, Reuth, Rödlhub, Rohrbach, Salzberg, Schlag, Schusteröd, Schwaig, Schwatzen, Sichenöd, Silbersberg, Spielberg, Steinberg, Stelzenöd, Stieberg, Stinglham, Straß, Thanhausen, Thomasbach, Unterfrauenholz, Unterklingenbach, Vitzdom, Voglau, Waidweber, Wannersdorf, Wegnagl, Weichslöd, Weilöd, Wildeneck, Wimpersing, Wisselsdorf, Wochenweis und Zeitlstadt.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Eichendorf, früher "Euchendorf" genannt, erfolgte in einem Schreiben vom 24. März 1075 von Papst Gregor VII. Darin bestätigt der Papst dem Bischof Altmann von Passau die Schenkung von drei Gehöften und einer Kirche von Eichendorf an das Kloster St. Nikola bei Passau. Die übrige Ortschaft verblieb weiterhin im Besitz der Bischöfe, deren Eigentum sie wahrscheinlich schon seit dem 8. Jahrhundert war.
In der Zeit vom 12. bis zum 14. Jahrhundert scheint ein Ortsadel ansässig gewesen zu sein. In den Urkunden des Klosters Aldersbach wird 1170 ein Heinricus de Euchendorf als Zeuge und in Urkunden des Klosters St. Nikola von 1334 wird Karl von Euchendorf erwähnt. 1350 erhält Heinrich der Euchendorfer eine Hube des Klosters St. Nikola zu Leibrecht. 1264 wird Eichendorf erstmals als "forum Eichendorf," - Markt Eichendorf erwähnt – in einem Verzeichnis der Güter und Einkünfte des Hochstifts Passau. Im Jahre 1358 hatte Eichendorf bereits das Recht, drei Jahrmärkte und einen Wochenmarkt abzuhalten, was ein Bestätigungsbrief von Herzog Albrecht I. enthält.
Am 7. Oktober 1334 trafen sich Kaiser Ludwig der Bayer und sein Vetter Herzog Heinrich von Niederbayern in Eichendorf zu einem Versöhnungsgespräch. Im niederbayerischen Erbfolgekrieg 1504 wurde der Ort stark in Mitleidenschaft gezogen. Als Entschädigung an die Marktbürger zum Wiederaufbau wird von Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1512 die Abhaltung eines vierten Jahrmarktes zugesagt. Im 30jährigen Krieg brannten die Schweden den Ort in den Jahren 1639 und 1648 (mit Ausnahme der Kirche) vollkommen nieder. Weitere Brände und Vernichtung ganzer Ortsteile sind aus den Jahren 1835, 1848 und 1850 zu vermelden. 1896 wurde Eichendorf zur Pfarrei erhoben. Vorher gehörte der Ort als Expositur zur Pfarrei Dornach.
Die heutige Gemeinde (Markt) Eichendorf wurde in den Jahren 1972 bis 1978 neu formiert. Auf Grund der Gebietsreformverfahren schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Eichendorf, Dornach, Hartkirchen, Reichstorf, Adldorf, Aufhausen, Exing, Indersbach und Teile der Gemeinden Kammern und Rengersdorf zur neuen Einheitsgemeinde zusammen. Abgeschlossen wurde die Gebietsreform zum 1. Mai 1978 mit der Eingliederung der Gemeindeteile Brunnberg, Gneidingerhart, Hiemling, Unterfrauenholz, Wildeneck und Zeitlstadt aus der ehemaligen Gemeinde Ettling.
Wappen
Das Wappen, das der Marktes Eichendorf seit Ende des 15. Jahrhunderts führt, ist dem Wappen von Landau a.d.Isar mit vertauschten Farben sehr ähnlich. Die Kugel als Beizeichen hat zusätzlich die Funktion, die beiden Wappen voneinander zu unterscheiden. Eichendorf wird schon 1264 als Markt genannt und erhielt 1358 die Rechte der Stadt Landau. Von daher rührt wohl die Verwandtschaft der Schildbilder. Das Wappen ist im Halbrundschild erstmals im Siegel des Marktes von 1514 überliefert. Die Marktsiegel zeigen stets die Kugel, während sie in der heraldischen Literatur seit dem 16. Jahrhundert und in der Bürgermeistermedaille aus dem 19. Jahrhundert willkürlich weggelassen wurde; die Kugel fand als Beizeichen erst seit Otto Hupp wieder Berücksichtigung.
Ausgrabung
Im Sommer 2011 entdeckte das Landkreis-Archäologenteam das Skelett eines Schwertträgers aus dem 6. oder 7. Jahrhundert. Experten vermuten, dass die Überreste von einem Ortsadeligen aus der Gründungszeit der Siedlung um das heutige Reichstorf stammen. Die ältesten archäologischen Funde in der Region gehen jedoch bis auf das Jahr 5300 v. Chr. zurück. Im Rahmen der Ausgrabung wurden Spuren eines mit Palisade und Graben umzogenen Dorfes aus der Jungsteinzeit freigelegt. Weiterhin fand man Vorratsgruben und ein Gefäßdepot der frühen und mittleren Bronzezeit, eine Wohnstelle der spätkeltischen Latènezeit und mehrere Grubenhäuser aus dem frühen Mittelalter. Das heutige Reistorf siedelte damals an einer wichtigen Straße zwischen den Alpen und der Isar/Donau.
Politik
Bürgermeister
- Bei der Kommunalwahl 2008 wurde Max Schadenfroh (CSU) zum 1. Bürgermeister gewählt.
- 2. Bürgermeisterin ist Frau Dr. Petra Loibl.
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat hat 20 Sitze (+ 1. Bürgermeister) und setzt sich wie folgt zusammen:
- CSU (7 Sitze + 1. Bürgernmeister): Max Schraufnagl, Dr. Petra Loibl, Anton Heißenhuber, Franz Eder, Wilhelm Hagenburger, Claudia Eckl, Günther Siecheneder
- SPD (3 Sitze): Alois Kern, Erwin Zink, Manfred Dietl
- FWG (3 Sitze): Eduard Eder, Josef Salzberger, Josef Beham
- JB (2 Sitze): Werner Straubinger, Kerstin Seidl
- ödp (2 Sitze): Franz Zirngibl, Dr. Hannelore Pix
- CWU (2 Sitze): Rudolf Kastenberger, Christian Greiner
- FWV (1 Sitz): Josef Grasmeier
Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche St. Martin, dreischiffige spätgotische Anlage, geweiht 1466, Turm um 1720 erbaut, Langhaus Mitte des 20. Jahrhunderts wesentlich umgestaltet, mit Rippengeölbe im Chor, Altäre aus dem 18. Jahrhundert.
- Einige Wohnhäuser des 18. Jahrhunderts haben die Ortsbrände des 19. Jahrhunderts überdauert.
Tourismus
Eichendorf hat sich mit weiteren 14 Nachbargemeinden (Stand 2009) zu XperBike zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss hat das Ziel die Radel-Region auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt zu machen. Die wichtigste Veranstaltung ist hierbei die jährlich stattfindende XperBike Sternfahrt.
Bildung und Erziehung
- Kindergarten Arche Noah in Eichendorf
- Pfarrkindergarten Aufhausen
- Joseph-von-Eichendorff Schule (Grund- und Hauptschule)
Vereine
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Literatur
- Christine Jahrstofer: Ist dies der erste Reichstorfer? In: Landauer Neue Presse vom 01. Juli 2011 (S. 21)
Dingolfing – Eichendorf – Frontenhausen – Gottfrieding – Landau an der Isar – Loiching – Mamming – Marklkofen – Mengkofen – Moosthenning – Niederviehbach – Pilsting – Reisbach – Simbach – Wallersdorf

