Dreiländerhalle Passau
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Die Dreiländerhalle ist die größte Veranstaltungshalle in Passau und stellt quasi die „Nachfolgerin“ der alten Nibelungenhalle dar, welche im Zuge der Bauarbeiten zur Neuen Mitte abgerissen wurde. Sie ist als Multifunktionsanlage ausgerichtet und befindet sich im Messepark Passau in Kohlbruck, dessen Herzstück sie auch bildet. Die Dreiländerhalle wird von der Passau Event GmbH betrieben und beherbergt unter anderem den alljährlich stattfindenden Dultstadl. Sie bietet Platz für rund 3.600 bzw. bis zu 7.000 Personen (Sitz- bzw. Stehplätze).
Auf dem Hallenvorplatz ist zudem ein künstlicher Teich angelegt.
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Geschichte
Von 1963 bis 1993 war der Grund auf dem die Dreiländerhalle heute steht ein Teil der Ritter-von-Scheuring-Kaserne und somit Eigentum der Bundeswehr. Damals war die Fläche unbebaut. Im Jahr 1993 gab das Militär den Stützpunkt auf und verkaufte das komplette Areal an die Stadt Passau.
Als am 10. Februar 2004 mit dem lang geplanten Abriss der größten Passauer Veranstaltungshalle, der Nibelungenhalle, begonnen wurde um Platz für die Neue Mitte zu schaffen, benötigte die Stadt eine neue Halle, da die bereits bestehende 1.250 m² große X-Point-Halle im damals noch geplanten Messepark Kohlbruck den Anforderungen nicht entsprach. Bereit Jahre zuvor wurde der Bau einer neuen Veranstaltungshalle beschlossen.
Die Dreiländerhalle wurde von dem Architekturbüro sdks aus Darmstadt entworfen; maßgeblich waren dabei die Architekten Michael Sonek, Michael Dummert, Thomas Kirschner und Christian Stotz beteiligt. Für die Landschaftsgestaltung konnte die Passauer Landschaftsarchitektin Barbara Franz gewonnen werden.
Der Großteil der Baukosten kam aus der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III/A mit den Programmen für „Bayern-Tschechien“ und „Bayern-Österreich“. Die Halle wurde zum Jahreswechsel 2003/2004 in Betrieb genommen. Anfang des Jahres 2004 wurde die Dreiländerhalle dann erstmals für Veranstaltungen genutzt.
Streif-Arena
Mitte des Jahres 2003 gelang es der Passau Event GmbH – ähnlich wie man es schon von der Allianz-Arena in München kannte – auch für die Passauer Dreiländerhalle einen Sponsor zu finden. Die Fertighaus-Firma Streif aus Weinsheim in der Eifel soll angeblich 150.000 Euro dafür bezahlt haben, dass die Dreiländerhalle auf den Beinamen „Streif-Arena“ getauft wurde.
Damit sich diese – allerdings nie bestätigte – hohe Summe auch auszahlte und damit ein gewisser Werbeeffekt erzielt werden konnte, musste man natürlich jedesmal den umständlichen Doppelnamen „Dreiländerhalle – Streif-Arena“ verwenden. Im Volksmund setzte sich diese lange und unbequeme Bezeichnung allerdings aus nachvollziehbaren Gründen sowieso nicht durch, man sprach stets einfach von der „Dreiländerhalle“. Auch in den Medien wurde der Zusatz nur selten erwähnt, lediglich offizielle Stellen und selbstverständlich die Event GmbH als Betreiber verwendeten den vollen Namen. Mit Wirkung zum Januar 2007 wurde daher der Namenszusatz „Streif-Arena“ gestrichen. Die Betreiber suchen nun nach einem neuen Sponsor, Mitte Februar des Jahres soll bereits ein neuer Vertrag unterzeichnet sein.
Nutzung
Mehrere Veranstaltungen fanden oder finden oftmals in der Dreiländerhalle statt. So zum Beispiel:
- die Passauer Dult (Dultstadl),
- der Politische Aschermittwoch oder
- der Wiener Ball.
Die Halle wird darüber hinaus für als Messehalle, für Konzerte, für Bälle, für Flohmärkte, für Sportveranstaltungen genutzt.
Weitere Bilder
Literatur
- Helmuth Rücker: Neuer Name für Dreiländerhalle. In: Passauer Neue Presse vom 25. Januar 2007 (S. 29)
- PNP: Einer der modernsten Veranstaltungsorte Bayerns. In: Sonderveröffentlichung der PNP vom 25. September 2010 (S. 8)
