Dr. Hans Kapfinger-Stiftung
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Die Dr. Hans Kapfinger-Stiftung (kurz: Kapfinger-Stiftung) ist eine 1967 von Hans Kapfinger gegründete Passauer Stiftung. Ihr Zweck ist die Fortführung der Passauer Neuen Presse, die Unterstützung ihrer alten, invaliden (ehemaligen) Angehörigen, die Förderung des journalistischen Nachwuchses sowie die Förderung von Jugend, Sport, Kunst, Wissenschaft, Literatur, Journalismus und Brauchtum im Verbreitungsgebiet der PNP.
Stiftungszweck
Am 9. November 1967 hat Dr. Hans Kapfinger die nach ihm benannte Stiftung ins Leben gerufen und sie durch Übertragung von Verlagsanteilen auf eigene Füße gestellt. Sechs Stiftungsräte wachen darüber, dass die Passauer Neue Presse im Sinne ihres Gründungsverlegers weitergeführt wird: „Demokratisch, unabhängig, christlich“ soll diese Zeitung sein und die Interessen Ostbayerns vertreten. Aber die Kapfinger-Stiftung wacht nicht nur – vor allem hilft sie Bedürftigen und fördert Journalistennachwuchs und Kulturelles.
Neben der Förderung des Instituts für Journalistenausbildung und Kommunikationsforschung an der Universität Passau e.V. wendet die Stiftung jeweils gut 100.000 Euro im Jahr für Kultur und für Bedürftige im Verbreitungsgebiet der PNP und ihrer Lokalausgaben auf. Ein Großteil des Geldes für Bedürftige fließt in die PNP-Weihnachtsaktion. Darum kümmert sich Stiftungsrätin Therese Gerstl, die als Chefsekretärin Dr. Kapfingers schon bei der ersten Sitzung der Stiftung vor 38 Jahren dabei war. Um Einzelfälle kümmert sich Stiftungsrat Dr. Volker Schmid, der ehemalige PNP-Betriebsarzt. Und welche kulturellen Institutionen die Stiftung fördert, schlägt der Stiftungsvorsitzende und frühere Arbeitsgerichtsdirektor Dr. Siegfried Reichenbach vor.
Zu den regelmäßigen Empfängern zählen zum Beispiel die Universität Passau, die Europäischen Wochen, Euregio, das Museum Moderner Kunst Passau und auch das ScharfrichterHaus Passau.
Die Dr.-Hans-Kapfinger-Stiftung vergibt außerdem Stipendien für die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs in Höhe von insgesamt 15.360 Euro. Die Ausbildung gliedert sich in Studium, Berufspraktikum und in ein kommunikationswissenschaftliches Begleitangebot. Die Stipendiaten studieren an der Universität Passau. Zulässig sind alle Studiengänge, jedoch sind Studiengänge mit politikwissenschaftlichem Kontext besonders sinnvoll. Die Stipendienausschreibung erfolgt in der Regel zum Beginn des Wintersemesters. Die Bewerbungsunterlagen mit Prüfungsaufgaben sind anzufordern bei Prof. Dr. Heinrich Oberreuter.
Dem Stiftungsrat gehört zudem Dr. Kapfingers Witwe Edith Berger-Kapfinger an. Und DDr. Axel Diekmann, der knapp zwei Jahrzehnte den Vorsitz des Stiftungsrates innehatte, bis er 2003 die VGP-Geschäftsführung übernahm. Die Stiftung spielte schließlich eine wichtige Rolle bei der Expansion des niederbayerischen Zeitungsverlags zu einem europäischen Kommunikationskonzern.
