Dingolfing
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| Dingolfing
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Dingolfing-Landau |
| Höhe: | 365 m |
| Fläche: | 44,04 km² |
| Einwohner: | 18.932 (30. Juni 2011) |
| Postleitzahl: | 84130 |
| Vorwahl: | 08731 |
| Kfz-Kennzeichen: | DGF |
| Website: | www.dingolfing.de |
| Erster Bürgermeister: | Josef Pellkofer (CSU) |
Dingolfing ist die Kreisstadt des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Dingolfing liegt 100 km nordöstlich von München und 32 km nordöstlich von Landshut im Isartal. Zu erreichen ist die Stadt über die A 92 und über die Staatsstraßen St 2074 (alte B11), St 2327 und St 2111.
Ortsteile sind Achatzstall, Brunn, Dingolfing, Einöd, Frauenbiburg, Gaubitzhausen, Höfen, Kaltenberg, Mietzing, Neuhausen, Oberbubach, Oberburgermühle, Oberdingolfing, Oberholzhausen, Oed, Schermau, Schönbühl, Spiegelbrunn, Teisbach, Unterbubach, Unterholzhausen und Weinpreß.
Geschichte
Das historische Dingolfing
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dingolfing im Jahre 833.
Die Stadt Dingolfing hat einiges an historischen Überresten aus dem Mittelalter zu bieten. Ursprünglich als Doppelstadt angelegt, wurde die historische Altstadt um die Stadtpfarrkirche St. Johannes und die sogenannte Obere Stadt, die auf einem zur Isar hin ragendem Bergstück 1251 von Herzog Otto II. von Bayern als eigene Stadt gegründet worden war, im 14. Jahrhundert durch eine Stadtmauer aus Backstein getrennt.
Ganze Teile dieser Stadtmauer, die vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt und verändert wurde, sind bis heute vorhanden. Zu diesen Teilen gehören neben Mauerresten an der Ost- und Westseite der Oberen Stadt auch der Stinkerturm, der Storchenturm und die Hochbrücke.
Die Herzogsburg wurde ca. 1410/20 errichtet und ist seit 1956 im Besitz der Stadt Dingolfing. Nach einer Sanierung des Gebäudes wurde dort 1959 das Heimatmuseum eröffnet.
Ebenso aus dem 14.Jahrhundert stammt der Bruckstadel, der ursprünglich als Sitz des Mautners genutzt wurde. Seit 2004 dient das historische Gebäude in der Fischerei als Tourismus- und Informationszentrum der Stadt.
Gegenüber der Stadtpfarrkirche steht die Dreifaltigkeitskirche, die Ende des 15. Jahrhunderts als einschiffige Anlage mit Netzgewölbe gebaut und im 17. Jahrhundert um das sogenannte Beinhaus erweitert wurde.
Dingolfings große Zeit ersten Wachstums waren die Jahrhunderte von etwa 1350 bis 1600. Im Zeitalter der späten Gotik blühten Handel und Wandel, der Gewerbefleiß ihrer Bürger in Textil- und Lederverarbeitung verschaffte der Stadt einen gewissen Reichtum. Dieser wiederum ließ kulturelle und soziale Leistungen erstehen. Die von den Herzögen erteilten Privilegien und Gunstbeweise förderten die Selbstverwaltung und füllten auch den Stadtsäckel zur Bewältigung kommunaler Aufgaben.
Die Aufwärtsentwicklung des Gemeinwesens der Stadt Dingolfing wurde jedoch durch die großen Kriege der europäischen Mächte seit dem 17. Jahrhundert empfindlich gestört. Der Dreißigjährige, der Spanische und der österreichische Erbfolgekrieg verursachten schweren materiellen Schaden und dezimierten durch Seuchen die Bevölkerung.
Am 16. Mai 1743 sank Dingolfing zum größten Teil in Schutt und Asche als es von österreichischen Truppen beschossen, geplündert und angesteckt worden war. Ein Wiederaufstieg gelangte kaum zur Wirkung als mit den drückenden Lasten, Quartierkosten und Abgaben während der Napoleonischen Kriege der verarmten Bürgerschaft neue Schwierigkeiten entgegentraten. Die Säkularisation des 1640 hier gegründeten Franziskanerklosters sowie die Auflösung des Verwaltung und Justiz über Stadt und Umland übenden Pfleggerichts 1802/03 brachten weitere wirtschaftliche Beeinträchtigungen. Missernten und Teuerungsjahre 1816/17 taten ein übriges, um den Tiefstand in Dingolfings langer Geschichte herbeizuführen. 1840 zählte es 3.567 Einwohner und lag damit weit hinter Landau mit 5.231.
Ausgrabungen am Dingolfinger Marienplatz im ehemaligen Gasthaus Seethaler beförderten spätgotische Überbleibsel ans Tageslicht: Darunter ein Keller um 1400 und Ziegelreste eines gemauerten Ofens. Solche Öfen wurden bereits im Mittelalter benutzt. Ob der Ofen tatsächlich aus dieser Zeit stammt, soll mittels der Radiocarbon-Methode festgestellt werden. Bestätigen sich die Vermutungen, wäre dies eine Sensation: Im Gegensatz zur Oberen Stadt, wo Besiedelungsspuren 7500 Jahre zurückreichen, gibt es in der Unteren Stadt bislang nichts, was älter als das 15. Jahrhundert ist.
Der Industriestandort
Eine allgemeine Wende im Wirtschaftsleben jener Zeit eröffnete aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts neue Hoffnung für die Zukunft. Die Verbesserung der Verkehrsbeziehungen durch die Errichtung von Eisenbahnen und den Bau neuer Straßen trug wesentlich dazu bei, daß sich jetzt Ansätze jenes Gewerbezweigs bilden konnten, der seither die gesamte Existenz der Stadt beherrscht: die Industrie. Hand in Hand damit ging die Verbesserung der verwaltungstechnischen, kulturellen und sozialen Verhältnisse am Ort. Neu- und Umbauten, ferner der Abbruch hinderlicher Bausubstanz, dem jedoch leider unersetzliche historische Werte zum Opfer fielen, begannen ein anderes Bild der Stadt zu zeichnen.
Aus einer Reparaturwerkstätte für Landmaschinen entstand seit 1905 Dingolfings größter Industriebetrieb - die Glaswerke - die nach dem Zweiten Weltkrieg die Produktion von Motorrollern und Automobilen (z.B. das "Goggomobil") aufnahmen. 1967 gingen sie in Besitz der Bayerischen Motoren-Werke AG über, die nun mit hohen Investitionen den Ausbau zur heutigen Kapazität führte und im Isarmoos, gegenüber der Stadt, eines der modernsten Automobilwerke, das BMW Werk Dingolfing, errichten ließ.
Diese rasch steigende Entwicklung der Industrie und der starke Zustrom von Neubürgern hat nach 1945 in Dingolfing wie in keiner anderen Stadt Niederbayerns eine Neubelebung des Wohnungsbaus gefördert. 1956 lag Dingolfing mit 11.336 Einwohnern bereits vor Landau mit 10.795. So bildeten sich weitere Ansiedlungen nordwestlich und nordöstlich des Altstadtkerns, besondere Ausweitung aber erfuhr die "Neustadt" im Gebiet der alten Schwaigdörfer und auf den sogenannten Schwammerl- und Sossauer-Wiesen, sowie im Bereich Höll-Ost. In den letzten Jahren entstanden zudem neue Baugebiete - wie das Brunnerfeld und die Ennserstraße. Der davon bedingte Ausbau der städtischen Infrastruktur, die Maßnahmen öffentlicher Versorgung, der Bau von Schulen, Kindergärten, Kranken- und Altenheimen ließ Dingolfing zum Mittelzentrum eines größeren Umlandes als je zuvor werden.
Stadtwappen
Beschreibung: Unter rotem Schildhaupt, darin nebeneinander drei sechsstrahlige goldene Sterne, die bayerischen Rauten.
Siehe Hauptartikel: Wappen (Dingolfing)
Politik
Bürgermeister
- Bei der Kommmunalwahl 2008 wurde der bisherige 1. Bürgermeister Josef Pellkofer (CSU) mit 94,5 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 48 %.
- 2. Bürgermeisterin ist Christina Jodlbauer (CSU).
- 3. Bürgermeister ist Franz Bubendorfer (UWG).
Stadtrat
Der Stadtrat hat 24 Sitze (+ 1. Bürgermeister) und setzt sich wie folgt zusammen:
- CSU (7 Sitze): Christina Jodlbauer, Matthäus Strebl, Josef Lehnrieder, Leopold Hundhammer, Siegfried Neudecker, Rainer Mücke, Josef Maidl
- SPD (7 Sitze): Michael Rieger, Andreas Schlag, Christine Trapp, Udo Egleder, Anton Kiebler, Thomas Auggenthaler, Hans Vilsmeier
- UWG (7 Sitze + 1. Bürgermeister): Franz Bubendorfer, Ludwig Asenbauer, Petra Fante, Hans Kerscher, Maria Huber, Peter Limmer, Herbert Kreißl
- BL (3 Sitze): Walter Kühndel, Hans Aigner, Fritz Steininger
Sehenswürdigkeiten
- Stadtpfarrkirche St. Johannes, dreischiffige Backsteinhallenkirche, erbaut 1476 bis 1502. Im 17./18. Jahrhundert Anbauten, Regotisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Inneren Rippengewölbe auf Rundpfeilern, großes Kruzifix im Chorbogen aus dem Jahr 1522, Holzfiguren Johannes der Täufer und Evangelist um 1520 sowie Altäre von 1883 und 1889.
- Die Herzogsburg aus dem frühen 15. Jahrhundert, früher Unterkunft für die bayerischen Herzöge, beherbergt ein Museum, das städtische Trauzimmer und einen Veranstaltungsraum
- Hochbrücke, Backsteinbrücke von 1612 über die Asenbachschlucht
- Wallfahrtskapelle Geißelung Christi, Rokokosaalbau von 1753 bis 1754
- Kirche St. Anton, Chor 1432, Schiff und Turm 1895 errichtet
- Pfarrhof von 1729
- Reste der Stadtbefestigung, 13./14. Jahrhundert, mit Wollertor Anfang 16. Jahrhundert
Tourismus
- Im historischen Bruckstadel befindet sich das gemeinsame Informationszentrum der Stadt Dingolfing und des Landkreises Dingolfing-Landau mit Informationen über Stadt und Landkreis.
- Seit dem 7. November 2008 hat Dingolfing ein Industriemuseum: Das Museum im Kasten. Am 23. November 2009 erhielt Dingolfing den bayerischen Museumspreis für das Konzept für das Museum im Kasten, das weit mehr bietet, als chronologische Geschichte.
- Erlebnis- und Wellnessbad Caprima Dingolfing, Wellenbad mit Sommerrutsche, Sauna, Dampfbad, Beauty und Solarium
- Mossandl-Weiher einschl. Rädlinger-Weiher, EU-Badegewässer zwischen Dingolfing und Landau mit ca. 285.000 m² Wasserfläche
- Stausee Dingolfing
Personen
Heribert Maier ist 1948 geboren und kommt aus Dingolfing. Er baut Didgeridoos und hat schon mehr als 40 Stück hergestellt. Herbert Hainer ist Vorstandsvorsitzender der Adidas AG.
Wirtschaft
- Das Unternehmen BMW AG hat mit dem BMW Werk Dingolfing sein größtes Produktionswerk Deutschlands in Dingolfing.
- Das Unternehmen Develey Senf & Feinkost GmbH hat sein größtes Werk in Dingolfing.
Einrichtungen
Die Villa Sankt Thekla ist eine Senioren-Wohngemeinschaft am Sankt-Thekla-Weg in Dingolfing.
Orden
Das Kloster St. Clara in Dingolfing gehört zu den aufstrebenden Ordensgemeinschaften mit vielen jungen Frauen, die sich der Klostergemeinschaft angeschlossen haben.
Bildung und Erziehung
Verwaltung
- Staatl. Schulamt
- Schulamt Mobile Erziehungshilfe
Schulen
- Grundschule Altstadt
- Grundschule St. Josef
- Grundschule Teisbach
- Hauptschule Dingolfing
- Staatl. Realschule
- Gymnasium Dingolfing
- Herzog-Georg-Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum
- Berufsschule Dingolfing (mit BAS)
- Städt. Musikschule Dingolfing
- VHS - Volkshochschule Dingolfing
- KEB - Kath. Erwachsenenbildung Dingolfing-Landau e.V.
- geplant: Hans-Glas-Schule Dingolfing
Kindertagesstätten
- Kindertagesstätte St. Johannes
- Kath. Kindergarten St. Josef
- Kath. Kindergarten St. Vitus
- Kath. Kindergarten St. Elisabeth
- Kath. Kindergarten St. Maria, Frauenbiburg
- Kinderhort Don Bosco
- Kindertagesstätte Villa Kunterbunt
- BMW Strolche e.V.
Bibliothek
- Kreis- und Stadtbibliothek
Erwachsenenbildung
- Katholische Erwachsenenbildung Dingolfing-Landau
- Volkshochschule Dingolfing
Vereine
- 1964 gründeten Wintersportinteressierte per Annonce im Dingolfinger Anzeiger den Ski-Club Dingolfing e.V., der seither seinen rund 5500 Mitgliedern (Stand 2008) jedes Jahr ein breites Programm von Tages- und Wochenendfahrten, sowie Ski-, Snowboard- und Telemarkkurse anbietet.
- Der FC Dingolfing ist der örtliche Fußballverein, er wurde 1918 gegründet und spielt in der Landesliga-Mitte.
- Der Türk Gücü Dingolfing ist ein Fußballverein. Am 25. Oktober 2009 ist es zur Fan-Gewalt gekommen.
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Attraktionen
Alljährlich am dritten Oktoberfestwochende findet der Dingolfinger Kirta statt, Bayerns letztes Volksfest des Jahres. 2008 feierte man das traditionelle Kirchweih-Volksfest zum 196. Mal.
Dingolfing – Eichendorf – Frontenhausen – Gottfrieding – Landau an der Isar – Loiching – Mamming – Marklkofen – Mengkofen – Moosthenning – Niederviehbach – Pilsting – Reisbach – Simbach – Wallersdorf

