Denkmalschutzförderung

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„Wir sollten wieder unserer Verantwortung gerecht werden. Denn das Aussetzen der Denkmalschutzförderung im Landkreis heißt schließlich nicht streichen“, so Landrat Franz Meyer. Rund 40000 Euro will man dafür ab 2009 im Haushalt ansetzen.

Hintergrund

Zwischen 1994 und 2003 beteiligte sich der Landkreis im Rahmen der Denkmalpflege an der Instandhaltung, Sanierung beziehungsweise Sicherung von denkmalgeschützten Objekten finanziell. Zuletzt standen 120 000 Euro im Haushalt dafür zur Verfügung, die auch vollständig abgerufen wurden. Dann wurden mangels Geld die Förderrichtlinien ausgesetzt. Zwischenzeitlich ist, laut Kreisarchäologe Walter Wandling, festzustellen, dass gerade kleinere Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen etwa von Fenstern oder Türen für private Denkmal-Besitzer nicht zu finanzieren sind. „Dabei sind solche Maßnahmen wichtig, um spätere Groß-Sanierungen zu vermeiden.“ Indiz dafür, dass die Pflege-Aktivitäten im Landkreis zurückgegangen sind, war auch die Liste über die vom Bezirk gewährten Zuschüsse. „Das ist eine Art Konjunkturbarometer“, erklärte der Denkmalschutz-Experte Wandling. Insgesamt lagen dem Bezirk in diesem Jahr 60 Zuschuss-Anträge von privaten Denkmalpflegern und kirchlichen Institutionen vor, vier kamen aus dem Landkreis Passau und wurden mit insgesamt 12 000 Euro gefördert: die Dachinstandsetzung bei einem Bauernhaus in Bad Füssing, die Erneuerung der Fenster beim Ortenburger Pfarrheim, das im alten Schulhaus von 1896 untergebracht ist, die Sanierung einer Naturstein-Stützmauer beim Gutshof Straßkirchen und die Kernsanierung eines Bad Griesbacher Kleinbauernhauses. Für viele dieser Maßnahmen stehen inzwischen keine Mittel vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mehr zur Verfügung, an denen sich auch der Bezirk mit seinen Zuschüssen orientiert. „Nach den neuen Richtlinien des Landesamtes werden Sanierungskosten erst ab 25 000 Euro berücksichtigt, wobei in der Regel maximal zehn Prozent davon, also 2500 Euro, als Zuschuss fließen“, so der Kreisarchäologe. Alles, was darunter liege, werde als Bagatellfall grundsätzlich abgelehnt.

Zuschuss

„Gerade diese Lücke sollte der Landkreis aufgreifen“, meinte der Landrat. Sein Vorschlag: Die Landkreis-Förderung sollte für private Maßnahmen gewährt werden, die nicht vom Landesamt für Denkmalpflege abgedeckt werden. Der Zuschuss sollte zehn Prozent der Kosten decken, maximal jedoch 3000 Euro betragen. Und insgesamt soll ein Gesamtbudget von 30 000 bis 40 000 Euro dafür im Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Literatur

Carmen Laux: Landkreis gibt wieder Geld für den Denkmalschutz aus. In: Passauer Neue Presse vom 8. Oktober, Seite 21

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