Archiv des Bistums Passau

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Das Archiv des Bistums Passau verwahrt Archivalien über das Bistum Passau. Es befindet sich seit 1980 in den Räumen der Luragogasse 4 in Passau, im ersten Stock eines alten Domherrenhofs. Der Direktor des Archivs ist Dr. Herbert W. Wurster.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Räumlichkeiten des Archivs des Bistums Passau in der Luragogasse 4 wurden am 20. Oktober 1980 eingeweiht. Es ist bis heute eines der modernsten Archive Bayerns.

Umfang

Eine der ältesten Urkunden im Passauer Diözesanarchiv: Bischof Diepold Graf von Berg bestätigt im Jahr 1173 die Schenkung eines Hofes.

Die ältesten Bestände des Archivs wurden durch den Stadtbrand von 1680 weitgehend zerstört. Später brachte die Säkularisation die Archivalien des Hochstifts, des Domstifts und der Klöster in Staatsbesitz. Dennoch haben die Archivalien immer noch einen beachtlichen Umfang von ca. 9 km Regalfläche. Hier werden auch die meisten Pfarrarchive, vor allem der nicht besetzten Pfarreien, verwahrt. Über den gesamten Bestand der Pfarreien der Diözese hinaus ist das Archiv in Passau aufgrund der Bistumsgeschichte auch Träger wesentlicher Überlieferung für die Tochterdiözesen Linz, St. Pölten und Wien.

Internetarchiv

Die meisten Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zur Bistumsgeschichte vor der Säkularisation sind im Internet verfügbar. Dabei handelt es sich um die Urkunden der Passauer Fürstbischöfe, des Passauer Domkapitels und der meisten Klöster und Stifte – sowohl in Bayern wie in Österreich.

Seit 2012 sind zudem auch alle Matrikel aus den knapp 400 Pfarreien des Bistums Passau im Internet abrufbar. Dafür wurden im Vorfeld zigtausende Urkunden gescannt und entsprechend aufbereitet. An dem Projekt beteiligt waren die Bayerische Staatliche Archivverwaltung, die österreichischen Stifte und Klöster, das Oberösterreichische Landesarchiv, die Diözesanarchive besonders der Diözesen St. Pölten und Passau sowie die archivische Vereinigung ICARUS. Die Arbeiten wurden finanziell unterstützt durch die EU und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Aufgrund der Onlinestellung der Trauungs-Register wird das Archiv auch von Familienforschern genutzt. Der Datenschutz gebietet es jedoch, dass nur personenbezogene Daten für alle sichtbar sind, die mindestens 120 Jahre zurückliegen. Vor der Digitalisierung zählte das Archiv rund 600 Tagesbenutzer im Jahr, heute beläuft sich die Zahl auf ca. 8.000 bis 10.000 im Monat. Die Familienforscher machen dabei rund 60 Prozent der Gesamtnutzer aus.

Depotgebäude

Die bestehenden Magazine des Archivs in der Luragogasse fassen „nur“ siebeneinhalb Kilometer Regalfläche, obwohl die verwahrten Archivalien sich über fast neun Kilometer Regalfläche erstrecken. Zahlreiche Akten, Bücher und Unterlagen sind deshalb auf Gänge, Keller und andere Gebäude ausgelagert, wo das Licht, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit alles andere als ideal ist. Aus diesem Grund wurde ab 2014 in Hacklberg ein eigenes Depot gebaut. Es wird für 2,7 Millionen Euro entsteht am Rand des Geländes der Brauerei Hacklberg unterhalb des Fürstenwegs errichtet. Der Magazinbau ist 30 Meter lang und 15 Meter breit, kellerlos und drei Stockwerke hoch. Der Spatenstich erfolgte am 21. Oktober 2014 unter anderem durch Bischof Stefan Oster, Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Diözesanarchivar Herbert W. Wurster. Nach der Fertigstellung des Depots besteht ab dem Frühjahr 2016 Platz für sieben weitere Regalkilometer – ausreichend Raumkapazität für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte.

Kontakt

Archiv des Bistums Passau
Luragogasse 4
94032 Passau

Telefon: +49 851 393-1471
Telefax: +49 851 393-1479

E-Mail: archiv@bistum-passau.de
Internet: www.bistumsarchiv-passau.de

Literatur

Weblinks

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