Außernzell

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Außernzell
Das Wappen von Außernzell


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 372 m
Fläche: 24,13 km²
Einwohner: 1.440 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 94532
Vorwahl: 09903
Kfz-Kennzeichen: DEG
Website: www.aussernzell.de
Erster Bürgermeister: Michael Klampfl (CSU)

Außernzell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Sie hat sich mit dem Markt Schöllnach zur Verwaltungsgemeinschaft Schöllnach zusammengeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Eingebettet in die sanft ansteigenden Hügel des „Sonnenwaldes“ liegt Außernzell im Naturpark Bayerischer Wald (390 m) zwischen Donau und dem Nationalpark Bayerischer Wald. Die mehr als 1000 Jahre alte Gemeinde liegt im Tal der Kleinen Ohe und besteht aus dem Hauptort Außernzell sowie weiteren 27 Ortschaften auf der Sonnenseite des 1016 m hohen Brotjacklriegels.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Ortsteile

Ortsteile der Gemeinde sind Allharting, Anzing, Atzing, Außernzell, Außerrötzing, Bösmaign, Daming, Engelreiching, Gaißa, Gaißamühle, Großmeicking, Gunterding, Gunzing, Hartreut, Hochwurz, Hummelreut, Irrach, Kleinmeicking, Maign, Perling, Priefing, Ramperting, Reiserhof, Schacha, Schülerreut, Solla, Steinreut und Untergriesgraben.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von „Cella“ (Außernzell) fällt in das Jahr 1004. Kaiser Heinrich II. bestätigt in einer Urkunde dem Kloster Niederaltaich dessen Besitzungen. Eine Fotokopie der Originalurkunde befindet sich im „Würzingerhaus“, dem ältesten Anwesen des Ortes. Die spätere Geschichte beweist, dass es Mönche aus Niederaltaich waren, die Außernzell einst gründeten, wahrscheinlich schon im 9. Jahrhundert. Der Name Außernzell bürgerte sich erst ab dem 15. Jahrhundert ein.

Ursprünglich mag die klösterliche Niederlassung in einem kleinen Kloster samt Kirche und landwirtschaftlicher Hofstelle bestanden haben. Dabei beabsichtigten die Mönche aus Niederaltaich die Christianisierung der Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften.

Im Mittelalter kam Außernzell zeitweise eine große Bedeutung zu. Die Grenzen der Pfarrei gingen oftmals weit über das heutige Maß hinaus.

Nicht zu allen Zeiten durften die Außernzeller glückliche Tage erleben. So wird in der Pfarrchronik berichtet, dass kurz nach Beendigung des 30jährigen Krieges (1618-1648) auch hier die Pest ausbrach und so viele Menschen hinwegraffte, „dass der Friedhof nicht mehr ausreichte“. Nicht geringer waren die Nöte im österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1745), als die Kriegshorden der Ungarn, Kroaten, Slowaken und Panduren in unserer Gegend barbarisch hausten. Auch von den „Napoleonischen Kriegen“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieb Außernzell nicht verschont. Die beiden Weltkriege (1914-1918 und 1939-1945) im vergangenen Jahrhundert brachten Not, Elend und Leid auch über den Ort.

Eine Pfarrei wurde Außernzell erst im 10. oder 11. Jahrhundert. In einer Urkunde Papst Eugen III. aus dem Jahre 1148 wird erstmals die „Pfarrei“ erwähnt. Das Hauptschiff der Kirche geht auf einen Neubau um das Jahr 1550 zurück. In den 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Pfarrkirche gründlich renoviert und um zwei Seitenschiffe erweitert.

Im Jahre 1716 wird in Außernzell der erste „Schulmeister“ registriert, doch brachte erst die Säkularisation die Gründung der „Gemeindeschule“ (1803).

Die Bildung der politischen Gemeinde Außernzell 1818 geht zurück auf die Reformen des bayerischen Königs Maximilian Josef. Bis zum heutigen Tag hat die Gemeinde die Selbständigkeit bewahren können, wenngleich als Folge der Gemeindegebietsreform von 1972 die Verwaltung des Ortes 1978 der Verwaltungsgemeinschaft Schöllnach angegliedert wurde.

Gemeindewappen

Das Wappen der Benediktinerabtei Niederaltaich, in Gold ein grüner Dreiberg, bildet die Basis des Gemeindewappens, das seit 1986 geführt wird. Die Abtei prägte die Geschichte der Gemeinde seit den Anfängen, denn Außernzell liegt im Niederaltaicher Rodungsgebiet. Der Ortsname geht zurück auf eine "cella", eine klösterliche Niederlassung. In der päpstlichen Besitzbestätigung wird 1148 eine Kirche in "cella" genannt. Niederaltaich war bis zur Säkularisation 1803 wichtigster Grundherr im Gemeindegebiet, die Pfarrei Außernzell war nach Niederaltaich inkorporiert. Die heraldische Lilie als Mariensymbol und die Kette, Attribut des heiligen Leonhard, verweisen auf die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Außernzell und die nahe gelegene Kirche St. Leonhard.

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister). Die Sitze verteilen sich wie folgt:

Sehenswürdigkeiten

Bildung und Erziehung

Personen

Vereine/Gruppen

  • BC Außernzell
  • EC Außernzell
  • FFW Außernzell
  • Vorwaldbühne Außernzell
  • Rallye-Interessengemeinschaft Außernzell
  • Gartenbauverein Außernzell
  • Imkerverein Außernzell
  • Kath. Frauenbund Außernzell
  • Kath. Landjugend Außernzell
  • Kirchenchor Außernzell
  • Krieger- u. Soldatenverein Außernzell
  • Krügerlclub Außernzell
  • Männerchor Außernzell
  • MC Metten/Außernzell
  • Mutter/Kind-Gruppe
  • Pfarrcaritasverein Außernzell
  • Reservistenkameradschaft Außernzell
  • U15-Gruppe Außernzell
  • VDK Außernzell


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