Altötting

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Altötting
Das Wappen von Altötting


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 403 m
Fläche: 23,38 km²
Einwohner: 12.613 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 84503
Vorwahl: 08671
Kfz-Kennzeichen:
Website: www.altoetting.de
Erster Bürgermeister: Herbert Hofauer (FW)

Altötting ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern. Die Stadt wird auch als „Das Herz von Bayern“ bezeichnet. Überregional bekannt ist Altötting als Wallfahrtsort.

Das Rathaus am Kapellplatz

Inhaltsverzeichnis

Lage

Altötting liegt im oberbayerischen Alpenvorland, zwischen München, Passau, Salzburg und unweit des Chiemsees. Die Stadt hat sich am Mörnbach auf einer ausgedehnten Hochschotterterrasse gebildet. Diese wurde durch die Abflüsse des Inngletschers in über Jahrtausende hinweg aufgeschichtet. Drei Kilometer gegen Norden entfernt ist der Fluss Inn und zwei Kilometer südlich zieht in gleicher Richtung mit dem Strom ein gewaltiger Moränenschuttwall, die Kastler Höhen. Seit der Eingemeindung der Gemeinde Raitenhart am 1. Januar 1972 in die Stadt Altötting liegt auch ein Stück des Inn mit ca. drei Kilometern Länge im Bereich der Stadt Altötting.

Ortsteile

Für die Stadt Altötting sind 40 amtlich benannte Gemeindeteile ausgewiesen: Aicher, Aigner, Altötting, Auffang, Baumanngütl, Beck, Berrgütl, Brandmaiergütl, Dürschl, Feldhütter, Geisberg, Giglhub, Graming, Harrer a.Holz, Hilger, Holzaich, Klausen, Kraft, Kronzagl, Lehner, Loder, Loha, Marienfeld, Oberholzhausen, Oberschlottham, Pichl, Rechlgütl, Schmalgütl, Schmidhub, Schmied i.Lindach, Schneideraich, Schneiderwimm, Schneidlehen, Seidlgütl, Stadel, Staudham, Unterholzhausen, Unterschlottham, Wallner a.d.Osterwies und Wasserwimm.

Geschichte

Kelten, Römer, Bajuwaren

Anfänge einer Siedlung lassen sich durch Funde in die Zeit der Urnenfelderkultur (ca. 1250 bis 750 v. Chr.) einordnen, wobei für die Anlage der Siedlung das umliegende Weidegebiet, die fischreichen Gewässer und der angrenzende Wald mit seinen Jagdmöglichkeiten die wichtigsten Voraussetzungen bildeten. Die Grabfunde der Urnenfelderzeit im Norden der Stadt und die bajuwarischen Reihengräber im Süden begrenzen einen Platz, der sich im Laufe eines Jahrtausends weniger durch seine Siedlungskontinuität als vielmehr durch seine Bedeutung als möglicher Kultort auszeichnet. Die fast quadratische Form des alten Kapellplatzes mit seiner hölzernen Umfriedung und die in der Mitte stehende Linde verweisen entweder auf eine Keltenschanze mit Kultbedeutung oder auf einen altgermanischen Dingplatz als Versammlungsort und Gerichtsstätte.Neben dieser Kultgewichtigkeit wuchs aber auch die wirtschaftliche Bedeutung mit dem Ausbau der Salzausfuhr aus Hallein und Reichenhall in der Keltenzeit und der Anlage eines Kunststraßennetzes durch die Römer. Die Nähe zum alten Innübergang bei Ehring-Töging und zum dortigen Kreuzungspunkt der Verbindungsstraßen Juvavum (Salzburg) - Castra Regina (Regensburg) und Augusta Vindelicum (Augsburg) Ovilava (Wels) bzw. Batavis (Passau) rückte den alten Kultort mit seiner bescheidenen Siedlung auch mehr und mehr in das Blickfeld strategisch-militärischer Überlegungen. Diese Entwicklung, verbunden mit der geographischen Lage genau in der Mitte des sich ausbildenden agilolfingischen Herzogtums in Altbayern, führte zur ersten urkundlichen Erwähnung von Ötting als »villa publica« im Jahre 748 mit der Bezeichnung »Autingas«.

Mittelalter

Im frühen Mittelalter erscheint Autingas als Bezeichnung für die heutige Stadt. Erst seit der Gründung Neuöttings (wohl im Jahr 1224), verwendet man die Bezeichnung Altötting. Bereits 748 war der Ort eine Pfalz der Agilolfinger Herzöge von Bayern. Vierzig Jahre später wurde Altötting karolingische Königspfalz. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der älteste Bau der heutigen Wallfahrtskirche.

In den Jahren 876/877 stiftete König Karlmann ein Kloster in Altötting, in dem er auch begraben wurde. 907 wurde Ötting von den Ungarn verwüstet. 1288 begann der Wiederaufbau des zerstörten Chorherrenstifts. Im 13. Jahrhundert folgte dann die Gliederung zwischen Alt- und Neuötting, als sich Neuötting als Handelsplatz am Inn etabliert.

Die Pest im Landkreis Altötting

Im Landkreis wütete die Seuche besonders während und kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648).Gegenwärtig ist die Seuche auch heute noch im Landkreis: Gräber, Pestkreuze, Sagen und Versprechen sind vom großen Sterben übrig geblieben, das ganz Europa und auch den Landkreis für Jahrhunderte in Atem hielt. Im ganzen Landkreis finden sich Pestfriedhöfe: in Perach, Endlkirchen, Stammham oder Tyrlaching etwa. Natürlich auch in den Städten. Die Altöttinger begruben ihre Toten abseits der heutigen Strecke nach Kastl, in der Nähe der Radwegunterführung.

Entstehung der Wallfahrt

Der Altöttinger Kapellplatz beim Papstesuch 2006

1489 begann die Geschichte der Wallfahrt Altötting, nachdem Berichte über zwei Heilungen durch ein Marienbild („Die Schwarze Madonna“) verbreitet wurden. Die Entwicklung des Ortes zu einem bedeutenden Wallfahrtsort war rasant. Somit entstand um 1500 die gotische Stiftskirche. 1845 wurde aus dem Ort Altötting ein Markt, und 1898 wurde Altötting zur Stadt. Das Herz Bayerns wird Altötting wegen seiner weit über tausendjährigen Geschichte genannt. Dies zu einem wegen seiner langen Geschichte mitten im Herzen des alten bayerischen Stammesherzogtums und zum anderen, da es als ein Zentrum des Glaubens und der Volkesfrömmigkeit gilt.
Früher gab es auch Bauernwallfahrten nach Altötting. Es wurde um Segen für die Tiere gebetet, um für sie Schutz vor Seuchen oder Krankheiten zu erlangen.

Die Gnadenkapelle

Gnadenkapelle in Altötting. Rundgang mit Votivbildern.

Die Altöttinger Gnadenkapelle mit dem altverehrten Gnadenbild der Schwarzen Muttergottes gehört zu den meistbesuchten Wallfahrtsstätten Deutschlands und Europas. Im Innern der Gnadenkapelle werden die Herzen bayerischer Herrscher verwahrt.

Verleihung des Wappens

Mit Urkunde vom 29. August 1845 verlieh König Ludwig I. von Bayern dem Wallfahrtsort das Wappen. Es zeigt weitgehend originalgetreu das aus dem 14. Jahrhundert stammende Gnadenbild in der Heiligen Kapelle. Die im Lauf der Zeit vom Kerzenrauch geschwärzte Marienfigur ist mit Prunkgewändern bekleidet. Sie wird als "Schwarze Madonna" verehrt. Die berühmte Wallfahrt prägte die Entwicklung der Gemeinde seit dem 15. Jahrhundert und ist der Inbegriff einer noch heute sehr lebendigen, viel besuchten Marienwallfahrt in Bayern. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1811, 1835) wurde irrigerweise das Wappenbild der durch die Säkularisation 1803 aufgehobenen Stiftspropstei Altötting, das sich auch auf der jährlich aufgesteckten Dultfahne befand, der Gemeinde zugeschrieben. Erst anlässlich der Erhebung des Dorfes Altötting zum Markt im Jahr 1845 bat die Gemeinde um Verleihung dieses Hoheitszeichens. Seit 1898 ist Altötting Stadt.

Zum Wallfahrtsjahr 2010 hat die bischöfliche Administration eine neue Wallfahrtsmedaille in Silber und Bronze herstellen lassen. Dabei kam es zu einer 10 000-fachen Fehlprägung: Statt "Altötting" prangt "Altöttingen" auf der Medaille - die somit nur noch für Sammler von Fehlprägungen einen Wert hat. Orientiert ist die Neuauflage am traditionellen Vorbild früherer Zeiten. Geziert wird sie auf der Vorderseite von der Goldenen Rose, die Papst Benedikt XVI. dem Gnadenort verliehen hat. Um diese herum steht das Leitwort "Orientierung und Heimat in der Kirche" geschrieben. Auf dem Revers prangt das Logo der hl. Kapelle. Die Medaille soll jedes Jahr neu aufgelegt werden.

Altötting um 1899

Die Karte zeigt das Altötting des Jahres 1899.

Eine dreiteilige Ansichtskarte zeigt, wie sie sich die Stadt Altötting im Jahr 1899 präsentierte. Erkennbar ist darauf die damalige Ausdehnung der Kommune, die erst kurze Zeit vorher, nämlich am 18. Dezember 1898 vom Prinzregenten Luitpold vom Markt zur Stadt erhoben worden war. Erkennbar ist auch die integrierte Lokalbahn, die seit 1897 den Zugang zur „weiten Welt“ ermöglichte und der Altöttinger Wallfahrt einen kräftigen Impuls gab. Im linken Teil der Panorama-Ansicht sind die Friedhofskirche St. Michael, die Brauerei Hell und das 1889 gegründete Franziskushaus mit der 1894 errichteten Kirche zu erkennen. Im Hintergrund links grüßt die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus von Neuötting herüber. In der Zeit von 1906 bis 1930 waren die beiden Städte durch eine nicht alltägliche Dampfstraßenbahn miteinander verbunden.

Stramm und kampfbereit stellten sich die Mitglieder der Neuöttinger Bürgerwehr für ein Erinnerungsfoto auf. - Repro:Müller

Der Einfall der Kommunisten

Am 21. Februar 1919 wurde in München mit der Ermordung des ersten Ministerpräsidenten des bayerischen Freistaats, Kurt Eisner, die Räterepublik ausgerufen und die "rote" Revolution schwappte anschließend aufs Land hinaus. Im folgenden Monat hielt der Kommunismus auch im Landkreis Altötting Einzug. Mitte April kamen die ersten 20 bewaffneten Rotgardisten in Altötting an, stellten ein Maschinengewehr vor dem Rathaus auf und zensierten die Lokalzeitung - Altötting ist rot.

Altötting um 1933

Am 5. März 1933 erreichte Hitler bei den letzten freien Wahlen der Weimarer Republik die Mehrheit. Die Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 2013 führte dazu, dass knapp einen Monat später fast die Hälfte der Wähler für den Nationalsozialismus stimmte. Rund um Altötting hatte die ländliche Bevölkerung nur wenig für den Extremismus übrig, unabhängig davon ob Rechts- oder Linksextremismus.

Die konservative Bayerische Volkspartei (BVP) hatte in der Region die politische Stimmungslage inne, jedoch konnten weder sie, noch Zeitungen die Nationalsozialisten aufhalten. Die NSDAP gelangte nur auf den zweiten Platz im Landkreis, jedoch verdrängte sie in neun Orten die BVP von Platz 1.

In Burghausen wurde von den Marxisten eine Entwaffnung der Polizei und deren Ersatz durch eine Hilfspolizei gefordert. Wenige Tage nach der Wahl erschien das Mühldorfer Tagesblatt lückenhaft, denn durch die Nazis wurde eine Zensur der Zeitungsinhalte veranlasst. Der Altöttinger Liebfrauenbote wurde für mehrere Wochen komplett unterbunden.

Innerhalb des Landkreises entstanden Ortsgruppen der NSDAP, Nationalsozialistische Frauenschaften und Abteilungen des Bund Deutscher Mädel.

Burghausen offerierte Hitler Anfang April die Ehrenbürgerschaft.

Der Widerstand

Für wenige Stunden wurde die Neuöttinger Marienbrücke 1919 zum Schlachtfeld zwischen Rot- und Weißgardisten. - Foto:Archiv

Jedoch machten sich schon am 24. April 63 Mann aus Passau auf dem Weg, um gegen die Revolution zu kämpfen. Einer von ihnen, Emil Groß, erinnert sich später in einer Niederschrift: „Späher schwärmten aus und erkundeten (...) den Stand der Roten Garden in Alt- und Neuötting. Einer dieser Späher (...) ist der ortskundige Pfarrer Johann Huber aus Alzgern“. Der kundschafte mit einem kleinen Boot die Lage aus. Nichts rührt sich, also rücken die „Weißen Garden“ über die Innbrücke nach Neuötting und weiter nach Altötting vor. Wie die Lokalzeitung - inzwischen wieder unzensiert - meldet, haben „die am vergangenen Freitag nachts aus München eingetroffenen Mitglieder der Roten Armee (...) noch am selben Abend unsere Stadt verlassen. Am 26. April (...) zog die Weiße Garde in wohlgeordneter Marschkolonne von Neuötting kommend, hier ein.“ Zwei Tage später spitzt sich die Lage allerdings zu. Gerüchte melden starke Rot-Verbände, die auf die Wallfahrtsstadt zumarschieren. Die Passauer Weißgardisten ziehen sich nach Neuötting und über die Marienbrücke zurück. Der Inn soll Schutz bieten gegen die kommunistischen Kämpfer. Zusätzlich versperren die Weißgardisten die Brücke mit einem Wagen und stellen zwei Maschinengewehre auf. Was dann passiert, schildert erneut Emil Groß: „Um 9 Uhr knatterten die roten Maschinengewehre zu uns herüber. Wir erwiderten das Feuer von der Flanke, um den Feind zu täuschen. Ich war bei dem schweren Maschinengewehr an der Rampe, unserem höchstgelegenen Stützpunkt, als eine Rot-Kreuz-Flagge mit zwei Männern und einer Rot-Kreuz-Schwester sichtbar wurde.“ Statt zu verhandeln, nehmen die Weißgardisten die roten Parlamentäre fest. Erst als die Kommunisten ihrerseits Altöttinger Bürger als Geiseln nehmen, werden die Unterhändler freigelassen - allerdings mit der Auflage, dass die Roten bis Mittag aufgeben müssen. Als dann auch noch Verstärkung für die Weißen Garden eintrifft, vereinbaren diese für 12 Uhr Mittag den Sturm auf Altötting. Nur der Rückzug der Rotgardisten verhindert das Gefecht. Von der kurzen Schlacht am Inn berichtet wiederum die Lokalzeitung: „Die Rotgardisten hatten einen Toten, den sie in den Inn warfen, sowie mehrere Verletzte. Auch erhielt eine um Milch gehende Frau eine Schussverletzung. Weitere Menschenleben kamen zum Glück nicht zu Schaden, obwohl sich neugierige Zivilpersonen mit einer unglaublichen Leichtfertigkeit in der Gefahrenzone herumtrieben.“

Nicht nur in Altötting kehrt in den Wochen nach dem Gefecht am Inn wieder Ruhe ein - auch im Rest Bayerns geht die Revolution zu Ende. Am 2. Mai erobern Freikorps auf blutige Weise München; im Rosenheimer Raum halten sich die Kommunisten einen Tag länger. Für Altötting markiert der 31. Mai 1919 den Gang zurück zur relativen Normalität: An diesem Tag wird das Gnadenbild, das Stadtpfarrer Franz Xaver Konrad vorher nach Passau in Sicherheit getragen hatte, zurückgebracht.

Am 24. April 1945 erreichte ein Flüchtlingstreck mit Donauschwaben Altötting.

Die Altöttinger Bürgermorde

Am 28. April 1945 wurden in Altötting mehrere Menschen von SS-Schergen hingerichtet. Sie hatten versucht in den letzten Kriegstagen ihre Heimat vor der Zerstörung durch die Alliierten zu schützen, indem sie sich der Freiheitsaktion Bayern anschlossen und NSDAP Größen in ihrer Stadt verhafteten. Diese wurden jedoch wieder befreit und die Männer getötet. Am 28. April 1945 starben so fünf Männer, ein sechster erlag seinen Verletzungen am 30. April. Drei Tage später folgte noch ein Opfer, geschuldet der Willkür der Verantwortlichen des zu Ende gehenden Nazi-Regimes.

In Altötting wurde eine Rastkapelle zu Ehren von Adalbert Vogl, Josef Kehrer, Adam Wehnert, Hans Riehl, Josef Bruckmayer, Max Storfinger und Martin Seidel erichtet. Außerdem sind sieben Straßen im Stadtgebiet nach den Männern benannt.

Papstbesuche

Als bedeutender Wallfahrtsort wurde Altötting von den Päpsten Pius VI. 1782 und Johannes Paul II. 1980 besucht. Der im 11 km entfernten Marktl geborene Papst Benedikt XVI. stattete Altötting am 11. September 2006 einen Pastoralbesuch ab.

Politik

Bürgermeister

Stadtrat

Der Stadtrat hat 24 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister). Die Mandate verteilen sich wie folgt:

Auszeichnung

Einmal jährlich wird die Plakette "Traditionsbetrieb im Landkreis Altötting" verliehen.

Persönlichkeiten

Papst Benedikt XVI. ist seit 2006 Ehrenbürger von Altötting

Ehrenbürger

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Altötting zu vergeben hat. Ihre Verleihung erfolgt auf Beschluss des Stadtrates an Persönlichkeiten, die sich durch herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl verdient gemacht haben und in einem besonderen, nachhaltigen Bezug zu Altötting stehen.

Die aktuellen Ehrenbürger der Stadt sind:

  1. Max Absmeier
  2. Seban Dönhuber
  3. Franz Xaver Eder
  4. Papst Benedikt XVI. (Joseph Alois Ratzinger) (* 1927) seit 2005 Oberhaupt der katholischen Kirche, zeigte zeitlebens eine enge Verbundenheit mit dem Marienheiligtum in Altötting. Geboren in Marktl am Inn wirkte er nach der Priesterweihe 1951 zunächst vor allem als Theologe (Professuren in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg) und nahm in dieser Funktion am zweiten vatikanischen Konzil teil. 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising ernannt und erhielt die Kardinalswürde. 1981 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der katholischen Glaubenskongregation in Rom. 2005 wählte ihn das Konklave zum 265. Nachfolger des Hl. Petrus. Als erster Deutscher auf dem Stuhl Petri seit fast 500 Jahren versteht sich Benedikt XVI. seinem Bischofmotto entsprechend als „Mitarbeiter der Wahrheit“. Theologische Brillanz und Führungsstärke gründen in einer tiefen Gläubigkeit die ihre Wurzeln in der bayerischen Kindheit des Papstes hat. Schon als Kind besuchte Joseph Ratzinger häufig das Altöttinger Gnadenbild. Auch als Priester, Bischof, Kardinal schöpfte er aus der spirituellen Ausstrahlung des Marienheiligtums Kraft für seine Aufgaben. In Anerkennung seiner vielfach bewiesener, inniger Verbundenheit mit der Kreis- und Wallfahrtsstadt Altötting wurde ihm am 2006 die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen.
  5. Richard Antwerpen
  6. Gerold Tandler

Söhne und Töchter der Stadt

Bedeutende Persönlichkeiten mit Bezug zu Altötting

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Feldmarschall-Tilly-Denkmal in Altötting
Gnadenkapelle, St. Magdalena und Kongregationssaal

Museen

Bildung und Erziehung

Medienzentrum

Schulen

Kindertagesstätten

Bücherei

Vereine und Organisationen

  • VdK Ortsverband Altötting
  • Arbeiterwohlfahrt (AWO) - Ortsverband Altötting
  • Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) - Bereitschaft Altötting
  • Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) - Rettungsdienst
  • Jugendrotkreuz Ortsgruppe Alt-/Neuötting
  • Lions Club Altötting-Burghausen
  • Pfarrcaritasverband St. Josef
  • Pfarrcaritasverband St. Philippus und Jakobus e. V.
  • Rotary Club Altötting-Burghausen
  • Seraphisches Liebeswerk e. V.
  • Altöttinger Missionskreis
  • Förderverein St. Josef e. V.
  • KAB - Ortsverband
  • Kolpingfamilie Altötting
  • Legio Mariae Altötting
  • Marianische Männerkongregation
  • Michaelibruderschaft
  • Altötting-Loreto-Club e. V.
  • Altöttinger Musikkapelle
  • Katholischer Frauenbund der Pfarrei St. Philippus und Jakobus
  • Katholischer Frauenbund Altötting Süd-St. Josef
  • Chöre der Englischen Fräulein
  • Jugendchor Altötting
  • Kammerchor Altötting e. V.
  • Kapellchor
  • Pfarrchor Concentus Altötting
  • Pfarrchor St. Josef
  • Schlesischer Singkreis
  • Verein der Krippenfreunde e. V.
  • CSU - Christlich - Soziale - Union - Ortsverband
  • Die Republikaner - Ortsverband
  • Frauenunion Altötting - Ortsverband
  • Freie Wähler - Ortsverband
  • Junge Union - Ortsverband
  • Sozialdemokratische Partei (SPD) - Ortsverband
  • 1. FC Nürnberg Fanclub Altötting und Umgebung
  • Altöttinger Löwen-Fanclub
  • Bauernmarkt Altötting e. V.
  • Bienenzuchtverein Alt-/Neuötting
  • Bund Naturschutz in Bayern e. V.,Altötting
  • CSD Altötting e. V.
  • Eigenheimervereinigung Alt-/Neuötting
  • FC Bayern Fanclub
  • Freiwillige Feuerwehr Altötting
  • Förderverein für hilfsbedürftige Soldaten und Soldatenwitwen - Ortsverein Altötting
  • Gartenbauverein Altötting
  • Geflügelzuchtverein Burghausen-Altötting
  • Haus- und Grundbesitzerverein
  • Historischer Verein Alt-Tilly e. V.
  • Kleintierzuchtverband B 84 Altötting und Umgebung
  • Landschaftspflegeverband Altötting e.V.
  • Landsmannschaft der Deutschen aus Russland – Ortsgruppe
  • Landsmannschaft Schlesiens
  • Philatelistenclub Altötting 1950
  • Skatclub - Die reizenden Buben
  • Spielhahnjäger, Gebietskameradschaft Altötting
  • Verein zur Förderung der Kreisklinik Altötting
  • Vespa-Club Altötting
  • Wallfahrts- und Verkehrsverein
  • Wasserwacht Ortsgruppe Alt- Neuoetting
  • Deutscher Alpenverein e. V., Sektion Neuötting-Altötting
  • Eisclub Altötting 1889-1955 (Stockschießen)
  • Fischereiverein Altötting
  • Fluggruppe Alt-/Neuötting e. V.
  • Golfclub Altötting-Burghausen e. V.
  • Jagdschutz- und Jägerverein Altötting im Landesjagdverband Bayern e. V.
  • Modelfluggemeinschaft Alt-Neuötting e. V
  • Motorsportclub Alt-/Neuötting e. V. im ADAC
  • Pferdesportverein Altötting e. V.
  • Reit- und Fahrverein Altötting/Mühldorf e. V.
  • Sportschützen Altötting e. V.
  • Sportschützen St. Georg Altötting e. V.
  • Turnverein 1864 Altötting e. V. -TVA
  • Vereinigte Sportschützengesellschaft Altötting e. V.
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Altötting 1871 e. V.
  • Reservisten-Kameradschaft in der Krieger- und Soldatenkameradschaft Altötting
  • Volkstrachtenverein Altötting e. V.

Städtepartnerschaften

In der Zusammenarbeit „Shrines of Europe“ ist Altötting seit 1996 mit fünf anderen Marienwallfahrtsorten verbunden. Diese sind:

Verkehrserschließung

Eisenbahn

Altötting liegt an der Bahnstrecke der SüdostBayernBahn Bahnstrecke München–Mühldorf–Burghausen mit Anschluss nach Rosenheim, Traunstein, Freilassing, Passau, Landshut.

Die Dampfstraßenbahn Altötting-Neuötting verkehrte bis 1939 zwischen Neuötting und Altötting und war einst eine Weltsensation.

Straßenverbindungen

Altötting ist in folgendes Straßennetz eingebunden:

Flugplatz

Im Ortsteil Osterwies hat Altötting einen kleinen Sportflughafen.

Soziale Einrichtungen

Kultur+Kongress Forum

Tourismus

Altötting und Umgebung profitieren vor allem vom Pilgertourismus. Die Übernachtungszahlen gingen von 113.000 im Jahr 2007 auf 110.000 im Jahr 2008 zurück (− 2,6 Prozent). Die meisten Gäste sind aber Tagesbesucher. Das Wallfahrts- und Tourismusbüro rechnet mit einem Wert von insgesamt einer Million Touristen pro Jahr.

Brauereien

Die Brauerei Graminger Weißbräu aus Altötting stellt den Graminger Berggeist her - ein Weizenbier, um dessen Namen sich 2010 ein absurder Streit zwischen der Brauerei und dem Landratsamt entspann.

Veranstaltungen

Literatur

Städte und Gemeinden im Landkreis Altötting
Wappen Landkreis Altoetting.png

AltöttingBurghausenBurgkirchen an der AlzEmmertingErlbachFeichten an der AlzGarching an der AlzHaimingHalsbachKastlKirchweidachMarktlMehringNeuöttingPerachPleiskirchenReischachStammhamTeisingTöging am InnTüßlingTyrlachingUnterneukirchenWinhöring

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