Airborne Laserscanning-Befliegung
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Bei dem Pilotprojekt „Airborne Laserscanning-Befliegung“ sollen im Bayerischen Wald alle Bäume mit einem an einem Hubschrauber montierten Laserscanner digital erfasst werden. Das Projekt wurde im Juni 2009 in den Wäldern unter dem Rachel im Landkreis Freyung-Grafenau vorgestellt und soll künftig für die Waldinventur eingesetzt werden.
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Idee
Bislang seien die Waldinventuren im Nationalpark Bayerischer Wald extrem aufwändig und somit teuer gewesen. Deswegen entwickelte der Nationalpark Bayerischer Wald zusammen mit der Hochschule München ein Gerät zur Verbesserung der Waldinventur. Die Idee dabei ist simpel. Ein Laser, der unter dem Rumpf eines Hubschraubers abgebracht ist, sendet Strahlen in die Wälder − die werden reflektiert und aufgefangen. Anhand der Art der Reflexion kann ein Computer ermitteln, welche Baumarten dort wachsen, wie hoch der Totholzanteil ist und welche Naturverjüngung vorherrscht. Aus den gesammelten Informationen kann dann am Computer der Wald originalgetreu nachgebildet werden.
Finanzierung
Finanziert wird das Ganze aus Mitteln der High-Tech-Offensive. Ein bodengestützter Laser kostet zirka 100 000 Euro, sein Pendant unter dem Hubschrauber das Dreifache.
Ausblick & Ziel
Ziel ist es, die Inventur der Forstbetriebe zeitsparend von oben erledigen zu können. Davon würde auch der Nationalpark Bayerischer Wald profitieren, da mit Hilfe der Laserscanning-Befliegung schwer zugängliche Gebiete erforscht werden könnten. Das Gerät kann bereits Laub- und Nadelbäume unterscheiden. Zukünftig soll es auch lernen, einzelne Arten, wie Tanne und Fichte, zu erkennen. Die nächste Inventur ist für 2015 geplant. Bis dahin sind noch weitere Experimente mit dem Hubschrauber-Laserscanner geplant, um die Erfindung noch weiter auszureifen.
Literatur
- PNP: Fliegendes Auge zählt die Bayerwald-Bäume. In: Passauer Neue Presse vom 24. Juni 2009 (S. 8)
